Anbieter zum Thema
Mit fortschreitender Betriebsdauer werden dadurch – so Norres – die Zusatzstoffe auf der Innenseite abgetragen, was sich in einer Abschwächung der elektrischen Leitfähigkeit bemerkbar macht. Außerdem schränkt der Abrieb das Anwendungsspektrum der Schläuche ein.
TRBS 2153 fordert Hersteller von Schläuchen heraus
So stößt die TRBS 2153 in Branchen wie der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie auf besondere Beachtung – und stellt die Schlauchhersteller, die bisher auf Antistatika oder Ruße setzten, vor eine große Herausforderung. In der Lebensmittelindustrie werden zum Beispiel häufig Schüttgüter transportiert, die im Schlauchinnern eine explosionsfähige Atmosphäre erzeugen.
Gerade in dieser Branche ist jedoch die Verwendung gängiger elektrisch leitfähiger Schlauchwerkstoffe kaum möglich. So fehlen Leitfähigkeitsrußen entweder die lebensmittelrechtliche Zulassung oder der maximal zulässige Rußgehalt im Werkstoff ist so niedrig, dass eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit kaum gegeben ist.
Außerdem färbt der elektrisch leitfähige Zusatzstoff Ruß die Schläuche schwarz. Er verhindert damit auch die Sicht auf das zu transportierende Produkt. Das ist laut Norres bei der Produktserie PUR AS nicht der Fall. Diese Serie, die aus den Schlauchtypen Airduc, Protape und Barduc besteht, wird aus einem milchig transparenten Werkstoff hergestellt. Das Transportgut sei sichtbar.
Dauerhafte Leitfähigkeit ohne Antistatika oder Ruße
Diese Serie leitet nach Angaben des Schlauchherstellers elektrostatische Ladungen permanent ab (kleiner als 109Ω). Diese dauerhafte Leitfähigkeit werde nicht mit Zusatzstoffen wie Antistatika oder Rußen erreicht, die dem Basiswerkstoff beim Compoundieren beigemischt werden und migrieren.
Die Ursache der elektrischen Leitfähigkeit liegt in der Werkstoffentwicklung (Polyurethanbasis). Im Gegensatz zu konventionellen, elektrisch leitfähigen Schlauchwerkstoffen mit hygroskopischen, migrierenden Antistatika komme es nicht zum Ausdunsten oder Auslaugen. Eine solche Verflüchtigung trat zum Beispiel in einem Fall mit Packmittel auf, wie Ende vergangenen Jahres auf einem Expertentreffen bei Norres berichtet wurde:
Das Antistatikum des Packmittels wurde vom Schüttgut aufgesogen. Dadurch verlor das Packmittel die Fähigkeit, elektrostatische Ladungen abzuleiten. Damit das weder kurz- noch langfristig bei Transportschläuchen passiert, empfiehlt Norres die Schlauchserie PUR AS: Mindestens fünf Jahre sollte die elektrische Leitfähigkeit bei Schläuchen für den Schüttguttransport schon vorhanden sein.
(ID:332948)