Linke Tour? Elon Musk bringt Apple und „OpenAI“ vor Gericht

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Apple und der „ChatGPT“-Erfinder „OpenAI“ wurden von Elon Musk verklagt, weil er glaubt, dass sein eigener Chatbot Grok benachteiligt wird, fand die dpa heraus ...

Vor dem Kadi! Dem Tech-Milliardär gehen die angeblich unlauteren Kooperationen zwischen Apple und „OpenAI“ zu weit, wenn es um die Integration von Chatbots geht. Dadurch gerate sein KI-Systsem Grok ins Hintertreffen. Nun hat Musk geklagt ...(Bild:  AP)
Vor dem Kadi! Dem Tech-Milliardär gehen die angeblich unlauteren Kooperationen zwischen Apple und „OpenAI“ zu weit, wenn es um die Integration von Chatbots geht. Dadurch gerate sein KI-Systsem Grok ins Hintertreffen. Nun hat Musk geklagt ...
(Bild: AP)

Musks Unternehmen XAI, das mit Systemen der künstlichen Intelligenz (KI) arbeitet, behauptet in der in Texas eingereichten Klage, dass der i-Phone-Konzern Apple andere Chatbots behindert, um „ChatGPT“ einen Vorteil herauszuschlagen. Apple entgegnete bereits nach Musks erster Klagedrohung vor zwei Wochen, dass der App Store aber so konzipiert ist, fair zu sein und niemanden bevorteilt. Apple hatte im vergangenen Jahr eine Kooperation mit „OpenAI“ gestartet, bei der Nutzer von i-Phones und anderen Geräten direkte Anfragen bei „ChatGPT“ stellen können. Dem Konzern zufolge könnten mit der Zeit auch andere KI-Chatbots so integriert werden. Doch im Rahmen der Klage beschwert sich XAI darüber, dass Grok durch den bei anderen existierenden direkten Draht zu „ChatGPT“ wertvolle Interaktionen mit Nutzern entgehen. Das mache es schwieriger, die Software mit künstlicher Intelligenz zu verbessern, während „OpenAI“ aber so viele Vorteil einheimse. Aus Sicht von XAI ist Apple demnach ein Monopolist am US-Smartphone-Markt mit einem Anteil von 65 Prozent. Und „OpenAI“ halte ein Monopol bei KI-Chatbots von satten 80 Prozent.

„OpenAI“ wirft Elon Musk reine Schikane vor

Diese Zahlen bilden also die Grundlage dafür, den Musk-Konkurrenten wettbewerbswidriges Verhalten vorzuwerfen. Ziel der Klage ist es – außer Schadenersatz – ein Verbot der aktuellen Kooperation durchzudrücken. Aber Grok hatte vor einigen Wochen nicht zuletzt für einen Eklat wegen antisemitischer Äußerungen und Lob für Adolf Hitler gesorgt, was XAI lediglich mit einem Programmierfehler begründete. Inzwischen ist unter dem Dach von XAI auch die Online-Plattform X angesiedelt, in die Musk das 2022 für rund 44 Milliarden Dollar gekaufte Twitter umwandelte. Er sprach wiederholt davon, auf Basis von X eine sogenannte Super-App aus der Taufe heben zu wollen, über die man von der Jobsuche bis hin zu Bankgeschäften alles erdenkliche erledigen können wird. Solche Plattformen sind vor allem schon in China populär. Aber bisher bewegte sich X nur langsam auf dem Weg zur „App für alles“. In der Klage behauptet nun XAI aber nun, dass Apple Super-Apps und generative KI wie Grok fürchtet, weil sie i-Phone-Funktionen ersetzen können und man so mit günstigeren Geräten auskommen kann. Musk ist außerdem bereits länger im Rechtsstreit mit „OpenAI“ verwickelt. Er wirft Sam Altman dabei vor, die „ChatGPT“-Entwicklerfirma unrechtmäßig umbauen zu wollen. Zur XAI-Klage hieß es von „OpenAI“, dass diese Aktion zum typischen Muster der Musk-Schikanen passt.

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