Kein S und X mehr! Elon Musk verwandelt Tesla zum Roboter- und Robotaxi-Spezialisten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach dem ersten Jahr mit einem Umsatzrückgang schwört Elon Musk sein Unternehmen Tesla nun auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis ein, wie die dpa erfahren hat.

Elon Musk sieht sich nach anhaltenden Verlusten gezwungen, Tesla in Richtung Roboter und Robotaxis umzustrukturieren. Dieser Idee müssen die einstigen Erfolgsmodelle X (im Bild) und S weichen, um Fertigungskapazität freizuschaufeln ...(Bild:  Tesla)
Elon Musk sieht sich nach anhaltenden Verlusten gezwungen, Tesla in Richtung Roboter und Robotaxis umzustrukturieren. Dieser Idee müssen die einstigen Erfolgsmodelle X (im Bild) und S weichen, um Fertigungskapazität freizuschaufeln ...
(Bild: Tesla)

Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres sanken die Tesla-Auslieferungen um rund 15 Prozent. Im dritten Quartal trieb die Torschlusspanik vor dem Auslaufen der US-Elektroautoprämie Ende September den Absatz zwischendurch auf ein Rekordhoch. Im Vierteljahr darauf folgte dann die Quittung mit dem nächsten Rückgang. Das schlug sich auch in der Bilanz nieder. Der Umsatz fiel im vierten Quartal im Jahresvergleich um drei Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar und der Gewinn sackte um 61 Prozent auf 840 Millionen Dollar ab. Die Aktie legte nachbörslich knapp zwei Prozent zu. Elon Musk baut Tesla produkttechnisch um. Die älteren Tesla-Fahrzeugmodelle S und X werden demnach eingestellt, um Kapazitäten für die Roboterproduktion zu erhalten, auch wenn sie einst den Ruf Teslas begründeten. Doch zuletzt habe sich kaum mehr jemand dafür interessiert.

Teslas Robotaxis müssen sich erst noch beweisen ...

In diesem Jahr noch soll die Fertigung des Tesla-Robotaxis namens Cybercab (fährt ohne Lenkrad und Pedale) beginnen. Davon, glaubt Musk, wird man mit der Zeit viel mehr Exemplare bauen als von allen anderen Modellen zusammen. In den beiden neuen Bereichen trifft Tesla allerdings auch auf starke Rivalen. Deshalb muss Tesla erst noch beweisen, dass seine Technologie am Markt bestehen kann. So hat Tesla bisher nur einige fahrerlose Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz, die aber zuletzt noch von Aufpassern auf dem Beifahrersitz begleitet wurden. Die Google-Schwesterfirma Waymo betreibt unterdessen schon über 2.500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten – ist also offenbar auf Expansionskurs. Auch ist weiterhin umstritten, ob Musks Entscheidung, beim autonomen Fahren nur auf Kameras zu setzen, sicher genug sein kann. Waymo und andere Hersteller sind nämlich mit zusätzlichen Sensoren, vor allem Laser-Radare, erfolgreich, welche die Umgebung der Fahrzeuge abtasten können. Geht Musks Rechnung aber auf, hätte Tesla einen enormen Kostenvorteil, sagen Kenner der Materie. Und laut Musks Aussage testet man den Robotaxi-Dienst aktuell mit rund 500 Fahrzeugen des Kompakt-SUV Model Y in Austin und im Bundesstaat Kalifornien. Allerdings muss in Kalifornien nach wie vor auch noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen.

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