EMO Hannover 2017

EMO-Auftritt von Siemens zeigt Maschinenbauern die Zukunft

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Neue Funktionen bei Sinumerik

Uwe-Armin Ruttkamp, Leiter des Segments Machine Tool Systems bei Siemens: „Die CNC Sinumerik stellt in der Version 4.8 neue Funktionen zur Verfügung, die sowohl die Geschwindigkeit und Präzision, als auch die Sicherheit der Werkzeugmaschine deutlich verbessern.“ So können zum Beispiel über die Nickkompensation – die es in den Varianten Eco und Advanced geben wird – ungewollte Bewegungen, die durch Beschleunigungsvorgänge verursacht werden und bei der Bearbeitung auf dem Werkstück Spuren hinterlassen, verhindert werden. Ebenso werde es einen weiterentwickelten Kollisionsschutz in zwei Varianten geben.

Keine Maschine ohne digitalen Zwilling

Ruttkamp: „Mit den Möglichkeiten die der digitale Zwilling bietet, hat das bei Siemens zu der Denkweise geführt, keine Maschine mehr zu kaufen, wenn diese keinen digitalen Zwilling hat. Und als Hersteller kann man sich das auch bezahlen lassen.“

Bedienkonzept verzichtet auf Tasten

Bezüglich der Maschinen-Interfacetechnik, werde das Sinumerik-Bedienkonzept übersichtlicher, auf Tasten werde verzichtet und die berührungssensitive Bedienoberfläche könne per Drag-and-drop individuell gestaltet werden.

Wie das IoT-Betriebssystem Mindsphere, das ebenfalls auf der EMO Hannover gezeigt werde, dazu beitragen kann, die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen, führt Dr. Ralf Michael Wagner, COO-Leiter des Geschäftsbereichs Plant Data Services, aus: „Die offene Siemens-Cloud für die Industrie, die Plattform Mindsphere, ermöglicht es OEMs und Applikationsentwicklern über offene Schnittstellen auf die Plattform zuzugreifen und sie für eigene Dienstleistungen und Analysen zu nutzen.“

Auf der EMO Hannover 2017 werde Siemens dazu auch noch eine Besonderheit zeigen: Über 200 Maschinen, die auf der Messe stehen, werden dort über Mindsphere miteinander verbunden sein. Ruttkamp verrät: „Es wird eine Vielzahl von Maschinen sein, zwischen einer bis vier Maschinen pro Aussteller; also etwa 20 bis 40 Aussteller.“ Er will sich aber nicht genau festlegen und ergänzt: „Bis jetzt ist sicher, dass es mindestens zwei Aussteller sein werden.“ Heute läuft Mindsphere laut Wagner nur im SAP-Rechenzentrum. Man werde das jedoch Ende des Jahres weltweit verfügbar haben.

Firmenprofil Siemens

Kurze Erläuterung zum digitalen Zwilling

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