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EMO Hannover 2017 EMO-Auftritt von Siemens zeigt Maschinenbauern die Zukunft

Die Digitalisierung wird auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO Hannover 2017 das Thema sein. Das Motto des Siemens-Messestandes lautet deshalb: „Digitalization in Machine Tool Manufacturing“.

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Mit Hilfe eines digitalen Zwillings lassen sich die Anlagen-Inbetriebnahmezeiten von bisher 8 bis 12 Wochen vorab auf eine Woche verkürzen.
Mit Hilfe eines digitalen Zwillings lassen sich die Anlagen-Inbetriebnahmezeiten von bisher 8 bis 12 Wochen vorab auf eine Woche verkürzen.
(Bild: Reinhold Schäfer)

„Sie werden auf der EMO in Hannover zwei Premieren erleben“, verkündete Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control, auf einer Pressekonferenz im Motorenwerk von Siemens in Bad Neustadt. „Wir werden Ihnen zeigen, wie die Welt der Maschinenbauer sich durch die Digitalisierung grundlegend verändern und sie nach vorne bringen wird“, fuhr Heuring fort. Dazu werde man auf dem 1200 m² großen Stand auch eine vollkommen neue Maschinen-Interfacetechnik präsentieren.

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Verknüpfung der realen mit der digitalen Welt

Mit der Verknüpfung der realen mit der digitalen Welt werden sich völlig neue Geschäftsmodelle und sichtbare Produktivitätsschübe ergeben, ist sich Heuring sicher. Und das Gute daran: dies gelte nicht nur für die Großen in der Branche, sondern auch für den Mittelstand und für kleine Unternehmen. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, könnten sowohl die Maschinenbauer als auch die Maschinenbetreiber nutzen.

Geschäftsmodelle werden sich ändern

Ein schon bekanntes Beispiel sei das des Flugzeugturbinenherstellers Rolls-Royce: Das Unternehmen verkauft nicht mehr die Turbine, sondern verkauft nur die Einsatzzeit der Turbine. Bezahlt werden nur die Flugstunden.

Ein weiteres Beispiel sind Kärcher Kompressoren Der Hersteller verkauft die Luft und nicht den Kompressor. Dafür braucht der Kompressorhersteller jedoch auch die Daten aus dem Anwenderunternehmen. Die Kompressoren müssen dazu natürlich auch schon die entsprechenden Sensoren eingebaut haben.

„Auch wir leasen mittlerweile Maschinen, um verschiedene Sachen auszuprobieren. Es gibt heute schon eine gewisse Anzahl an Maschinenhersteller, die so ihre Produkte vertreiben. Und auch für die Beratung gibt es entsprechende Geschäftsmodelle.“

„Unser Geschäftsmodell ist das der Produktivität“ ergänzt Ruttkamp. „Wenn wir von Produktivität der Endkunden sprechen, geht es darum, dass diese mit unseren Produkten schneller fertigen können.Für uns ist es nicht relevant, Besitzer der Daten zu sein, sondern uns geht es darum, mit den Daten der Kunden für diese eine höhere Produktivität zu erreichen.“

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt