Das EMO-Resümee Das ist das Fazit zur Jubiläums-EMO in Hannover

Quelle: VDW 5 min Lesedauer

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Fünf Tage lang war Hannover Schauplatz der EMO (Exposition Mondiale de la Machine Outil), der Weltleitmesse für Produktionstechnologie. Jetzt ist sie zu Ende! Hier das Fazit ...

Das Metallbearbeitungs-Event des Jahres – die 50. EMO – hat in Hannover die Tore geschlossen, um dann im Jahre 2029 nach Deutschland zurückzukommen. Denn 2027 steigt sie zunächst wieder in Mailand. Erfahren Sie hier, wie sich die Jubiläumsausgabe der Messe entwickelt hat ...(Bild:  VDW)
Das Metallbearbeitungs-Event des Jahres – die 50. EMO – hat in Hannover die Tore geschlossen, um dann im Jahre 2029 nach Deutschland zurückzukommen. Denn 2027 steigt sie zunächst wieder in Mailand. Erfahren Sie hier, wie sich die Jubiläumsausgabe der Messe entwickelt hat ...
(Bild: VDW)

Mit einer Zahl von rund 80.000 Fachbesuchern aus aller Welt – davon über die Hälfte aus dem Ausland – gingen, wie der Veranstalter VDW sagt, wichtige Innovationsimpulse für einen Wettbewerbsschub der Industrie vom Messegelände aus. Im Mittelpunkt der 50. EMO standen vor allem die Themen Automation und künstliche Intelligenz (KI), die einmal mehr als Treiber in puncto Steigerung der Produktionseffizienz in die industriellen Abläufe Einzug gehalten haben, wie es weiter heißt. Technologie, Information, Austausch, internationales Netzwerken und Kooperation charakterisieren diese besondere Messe. Viele Innovationen wurden von den rund 1.600 Ausstellern aus 45 Ländern präsentiert. Und ein facettenreiches Rahmenprogramm breitete eine Fülle von Chancen für Modernisierung und Ertüchtigung der Fertigung vor den Besuchern aus. „Erneut ist es gelungen, auf der EMO die internationalen Marktführer der Metallbearbeitung zu versammeln und die neuen Themen der Industrieproduktion zu adressieren“, kann Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des EMO-Organisators VDW, abschließend kommentieren. Damit habe auch die 50. Ausgabe ihre Stellung als Weltleitmesse und Trendbarometer verteidigt.

Das Ausland wird reger! Aus Deutschland sinken die Bestellungen

„Smarte und beeindruckende technische Neuheiten stehen in Hülle und Fülle zur Verfügung. Das hat diese EMO überzeugend gezeigt“, wie Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO 2025, rückblickend feststellt. Damit sie ihre Wirkung aber auch entfalten könnten, müsse der Investitionsbooster endlich zünden. Denn viele Projekte stehen nach drei Jahren Investitionszurückhaltung an der Startlinie und warten auf den Startschuss. „Aber die Unsicherheit seitens der politischen Rahmenbedingungen bremst Investitionen einfach weiter aus“, so Welcker enttäuscht. Im Ausland – insbesondere außerhalb Europas – ziehe die Zuversicht aber bereits wieder ein. Besucher aus diesen Regionen geben nämlich in der Besucherbefragung zu über 60 Prozent an, dass sie investieren wollen. In Deutschland dagenen sind es unter 50 Prozent. Das korrespondiere mit der aktuellen Entwicklung ausländischer Bestellungen in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie. Denn diese sind in den ersten sieben Monaten 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent gestiegen. Die Nachfrage aus Deutschland ist im gleichen Zeitraum leider um satte 22 Prozent nach unten gepurzelt. Dennoch berichten die EMO-Aussteller von Verkäufen, wie Welcker betont. Norbert Teeuwen, Managing Director of Okuma Europe, kommentiert etwa: „Open Possibilities – genau das verbindet die EMO und Okuma. Unser Messeauftritt war ein voller Erfolg! Drei Messemaschinen wurden direkt vom Stand weg verkauft.“

Das Top-Thema heißt Automatisierung durch Roboter

Das fast alles beherrschende Thema der Industrie ist die Automatisierung, wie in den fünf EMO-Tagen erneut festgestellt werden konnte. Kosten und Fachkräftemangel gehören bekanntlich zu den Treibern dieses Trends. Und 50 Prozent der befragten Besucher interessieren sich deshalb dafür, wie sie mit Automatisierung ihre Fertigung produktiver machen können, so das VDW-Befragungsergebnis. „Automatisierung ist also allgegenwärtig! Sie macht einen großen Unterschied, ob ein Unternehmen erfolgreicht bleibt, oder nicht“, stellt Aaron Morrill, CNC-Mechaniker aus den USA, fest. Dabei wachse die Bedeutung des Robotereinsatzes, was die rund 140 Roboterhersteller auf der EMO eindrucksvoll unterstrichen haben. Klaus Winkelmann, CEO von Fanuc Europe, merkt dazu an: „Wir sehen, dass Roboter in der Werkzeugmaschinen-Industrie an Bedeutung gewinnen werden!“ Dabei würden Industrieroboter auch immer mehr mit menschlichen Bedienern koexistieren können. Laut Winkelmanns Meinung werden sie in Zukunft die effizientesten Systeme darstellen.

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