Zukunftstechnologie Thermoelektrik Energieautarke Systeme nutzen Abwärme

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Auf der Fachmesse Sensor + Test 2010 hat das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik IPM thermoelektrische Generatoren vorgestellt, die verlorene Wärmeenergie durch die Nutzung geringer Temperaturunterschiede in Strom umwandeln. Demonstriert wurde der Prozess an einer Carrera-Bahn.

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Mehr als 60% der insgesamt verbrauchten fossilen Primärenergie verpuffen laut einer Studie des Lawrence Livermore National Laboratory ungenutzt als Wärmeenergie.

Im Automobil liegen große Chancen für die Thermoelektrik

Thermoelektrische Generatoren sind in der Lage, den als Wärme verlorenen Energieanteil beispielsweise in Feuerungsanlagen, in industriellen Prozessen und besonders im Automobil zumindest teilweise zu verwerten und in elektrischen Strom umzuwandeln.

Dass dies funktioniert, beweisen thermoelektrische Generatoren im Weltraum, wo sie schon seit Jahrzehnten als äußerst zuverlässige Energielieferanten für Sonden und Satelliten arbeiten – emissionslos, geräuschlos und vibrationsfrei, so das Institut.

Generatoren aus Bismut- oder Bleitellurid betreiben Modellflitzer

Am Beispiel einer Carrera-Bahn wurde die Technologie vorgeführt, auf der die Modellflitzer über thermoelektrische Generatoren aus Bismut- oder Bleitellurid im Auspuff betrieben wurden.

Hörgeräte können die Energie aus der Körperwärme beziehen

Auch energieautarke Funksensoren nutzen Abwärme und erschließen damit zahlreiche Anwendungen: Im Auto könnten sie dabei helfen, Gewicht zu sparen, denn schwere Kabelzuleitungen sind überflüssig. Selbst im medizinischen Bereich sind sie einsetzbar: So könnten Sportler etwa ihren Puls über ein in das T-Shirt integriertes Sensorsystem messen oder Hörgeräte ihre Energie aus der Körperwärme beziehen.

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