Auerbach Energieeffizientes Tiefbohren von Zylinderkopfgehäusen

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Der Auftrag des Kunden, die Linamar Antriebstechnik GmbH & Co. KG in Crimmitschau, war klar formuliert: Die Auerbach Maschinenfabrik GmbH in Ellefeld sollte eine Tiefbohrmaschine entwickeln, die gleichzeitig zwei Kühlbohrungen in Zylinderkopfgehäusen bohrt, je nach Typ des Zylinderkopfes an unterschiedlichen Positionen in der vertikalen Achse.

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Diese Tiefbohrmaschine sollte als völlig unabhängige Einheit in die vorhandenen Bearbeitungszentren eingebunden werden. Unterschiedlich große Zylinderkopfgehäuse sollten mit möglichst geringem Rüst- und Programmieraufwand gebohrt werden.

Minimalmengenschmierung mit einem Aerosolanteil bis 150 ml/h

Die Lösung der Auerbacher ist die neue Tiefbohrmaschine AX20 TL2. Die Kühlung der Tiefbohrwerkzeuge erfolgt durch Minimalmengenschmierung. Mit einem Aerosolanteil zwischen 5 und 150 ml/h werden mit Spindeldrehzahlen von 1200 min—1 und einem Vorschub von 160 mm/min Tiefbohrungen mit einem Durchmesser von 12 mm eingebracht.

Gewährleistet ist laut Auerbach ein Bohrungsverlauf von lediglich 0,03 mm auf 100 mm Bohrungslänge, wenn das zu bearbeitende Material und der Bearbeitungsprozess aufeinander abgestimmt sind. In Anbetracht der Tatsache, dass Standard-Einlippenbohrer verwendet werden sind diese Werte werkzeugseitig sicherlich noch zu optimieren, so Auerbach. Absaugung und Umhausung der neuen Maschine sind den Bedingungen der Aerosolverwendung angepasst, so dass kein Ölnebel austritt.

Energieeffiziente Antriebstechnik

Auch die Energieeffizienz war ein Entwicklungsziel. So wird durchgängig das Siemens-Antriebssystem Sinamics S120 für Achsen und Spindelantriebe mit IE2-Standard-Asynchronmotoren genutzt. Weitere Maßnahme sind der Ersatz der energieaufwendigen Kühlmittelanlage mit Hochdruckpumpen und der umweltbelastenden Tiefbohröle durch die Aerosolschmierung HPM-Breeze.

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