Siemens Energieeinsparung in der Antriebstechnik „mit System“

Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Effiziente Antriebe und Antriebskomponenten bieten zwar Einsparpotenzial, doch tatsächlich nachhaltige Lösungen sind solche, die ganzheitlich konzipiert sind. Besonders in der Antriebstechnik lässt sich mit optimierten Systemen viel Energie einsparen. Darauf ziehlt auch die Einführung der neuen Norm EN 50598.

Anbieter zum Thema

Bild 1: Das „Integrated Drive System“ (IDS) ermöglicht es durch seine ganzheitliche Betrachtung des Antriebsstrangs, die Energieeffizienzpotenziale auszuschöpfen.
Bild 1: Das „Integrated Drive System“ (IDS) ermöglicht es durch seine ganzheitliche Betrachtung des Antriebsstrangs, die Energieeffizienzpotenziale auszuschöpfen.
(Bild: Siemens)

Mit effizienten Antrieben und Systemen lässt sich Energie und nach entsprechender Amortisierungszeit auch Geld einsparen. Bereits seit vielen Jahren sind energiesparende Motoren, rückspeisefähige Umrichter, effiziente Getriebe und viele weitere Produkte auf dem Markt erhältlich. Um Energie- und Ressourceneffizienz jedoch zum Kunden zu bringen, muss der weltweit vor Ort angesprochen werden, weil er dort mit unterschiedlichen regionalen Voraussetzungen und Regularien – darunter wirtschaftliche, soziale und politische Faktoren – konfrontiert ist. Siemens verwirklichte dies mit der Energy Efficiency Roadshow bis 2014 durch Europa, Brasilien und China.

Aus zahlreichen Diskussionen und Befragungen während dieser Veranstaltungen ging hervor, dass Anwender vor allem in den Bereichen der Automatisierung und Digitalisierung nach Möglichkeiten zu weniger Energieverbrauch suchen. Ein besonderes Augenmerk galt auch der Antriebstechnik, denn auf ihr Konto gehen rund zwei Drittel des industriellen Energiebedarfs.

Energieeffizienz erfordert einen ganzheitlichen Ansatz

Energieeffizienz basiert jedoch nicht auf Einzelmaßnahmen, sie erfordert vielmehr einen ganzheitlichen Ansatz über alle Schritte der industriellen Wertschöpfungskette hinweg. Deshalb will Siemens mit einem integrierten Energieeffizienzansatz die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden steigern und damit auch ganzheitlich Ressourcen sparen. Um energieeffiziente und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen zu realisieren, gilt es Einsparmöglichkeiten in allen Phasen des Produktionsprozesses – vom Produktdesign über die Produktionsplanung und -ausführung bis hin zum Service – und über einzelne Produkte hinaus umzusetzen.

Die weltweit unterschiedlichen Normen und Gesetze fordern außerdem maßgeschneiderte Gesamtlösungen: „Siemens bietet ein großes Portfolio für energieeffiziente Automatisierungs- und Antriebstechnik. Aufgrund unserer weltweiten Präsenz kennen wir nicht nur viele Kunden und ihre Applikationen, sondern sind auch in der Lage, ihre Bedürfnisse und die regionalen wirtschaftlichen Anforderungen optimal zu erfüllen“, sagt Jürgen Amedick, CEO der Division Process Industries and Drives in Deutschland bei Siemens. Besonders in der Antriebstechnik können durch drehzahlgeregelte oder integrierte Antriebssysteme bis zu 70 % des Energieverbrauchs eingespart werden.

(ID:43147556)