Gigantisches Kraftpaket Energieunternehmen bescheren Deutschland einen Megabatteriepark

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Einer der größten Batteriespeicher Deutschlands soll in den kommenden Jahren im Ruhrgebiet gebaut werden, wie die dpa meldet.

Im Ruhrgebiet soll ein Megabatteriepark für die Speicherung von Strom entstehen (Symbolbild). Mit dabei sind die Energieunternehmen Trianel, Luxcara und BKW ...(Bild:  Trianel)
Im Ruhrgebiet soll ein Megabatteriepark für die Speicherung von Strom entstehen (Symbolbild). Mit dabei sind die Energieunternehmen Trianel, Luxcara und BKW ...
(Bild: Trianel)

Energieunternehmen speichern in Großbatterien günstig eingekauften Strom und verkaufen ihn wieder, wenn die Preise höher liegen. Weil diese Speicher den Strom sehr schnell zur Verfügung stellen können, spielen sie auch eine Rolle für die Stabilität des Stromnetzes. Die Energieunternehmen Trianel, Luxcara und BKW planen nun, in Waltrop einen Batteriespeicher mit einer Leistung von zunächst 900 Megawatt zu installieren. Das jedenfalls ist eine Aussage von Trianel. Weitere, bis zu 600 Megawatt leistende Typen, befinden sich in Vorbereitung, heißt es auch noch. Der Speicherpark im Ruhrpott soll in der ersten Ausbaustufe über eine Speicherkapazität von 1.800 Megawattstunden verfügen. Mit dieser Menge könnten rein rechnerisch rund 600 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden ein Jahr lang mit Strom versorgt werden, wie die Beteiligten vorrechnen.

Riesenspeicher für viele Millionen Euro

Batteriespeicher eigneten sich hervorragend, um sowohl markt- als auch netzdienlich das Gesamtsystem zu stabilisieren, erklären die Experten. Großbatterien ermöglichen es demnach auch, erneuerbare Energie „intelligent“ zu speichern und gezielt damit zu handeln. Was den Megaspeicher betrifft, so ist vorgesehen, ihn neben dem Trianel-Steinkohlekraftwerk Lünen zu bauen. Geplant sind im Übrigen Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die in Containern untergebracht sind. Der Bau soll 2026 starten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2028 geplant. Insgesamt wird der Bau über 600 Millionen Euro kosten. Auf die auf Energiewendeprojekte spezialisierte Investmentfirma Luxcara (Hamburg) entfallen 520 Megawatt Leistung. Auf das schweizerische Energieunternehmen BKW 300 Megawatt und auf die Stadtwerkekooperation Trianel 80 Megawatt. BKW beziffert das Investitionsvolumen für sein Drittel auf über 200 Millionen Euro.

Deutschland wird Batterieparkland

In Deutschland gibt es nach Angaben der Battery Charts der Universität Aachen derzeit 317 Großspeicher mit einer Speicherkapazität von jeweils mehr als 1.000 Kilowattstunden. Und auch andere Energieunternehmen planen große Anlagen. So will RWE in Hamm drei Batterieparks mit einer Kapazität von insgesamt 1.200 Megawattstunden errichten. Die Eon-Tochter Preussenelektra plant in Brokdorf in Schleswig-Holstein einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 1.600 Megawattstunden. Und der Energiekonzern Leag will bis 2030 im Lausitzer Braunkohlenrevier einen großen Batteriepark errichten.

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