Dynamikbeherrscher Engel verteidigt europäische Spitzenposition und holt Trexel ins Boot

Quelle: Engel 4 min Lesedauer

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Engel wurde vor 80 Jahren gegründet und befindet sich, wie es heißt, in einer der seitdem herausforderndsten Phasen. Doch man verfolge Strategien, die den Druck abmildern ...

Derzeit läuft die K-Messe wieder in Düsseldorf. Die lässt sich auch Engel Austria nicht entgehen. Gleich am ersten Tag gab es einen Lagebericht. Der Engel-CEO Stefan Engleder kommentierte: „Unsere Stärke heißt Kundenmehrwehrt, nicht überdurchschnittliches Volumen!“(Bild:  Engel)
Derzeit läuft die K-Messe wieder in Düsseldorf. Die lässt sich auch Engel Austria nicht entgehen. Gleich am ersten Tag gab es einen Lagebericht. Der Engel-CEO Stefan Engleder kommentierte: „Unsere Stärke heißt Kundenmehrwehrt, nicht überdurchschnittliches Volumen!“
(Bild: Engel)

Steigende Unsicherheiten in zentralen Absatzmärkten, strukturelle Veränderungen in der Kundenlandschaft und wachsender Wettbewerbsdruck prägen die Rahmenbedingungen, mit denen auch Engel zu kämpfen hat. Gleichzeitig gelinge es dem Maschinenbauer, der sich momentan auf der K-2025 in Düsseldorf präsentiert, aber, mit einem klaren Bekenntnis zu global gelebter Kundennähe und einem konsequenten Innovations-Mindset neue Potenziale zu heben. Die Österreicher bleiben damit stärkster europäischer Anbieter im dynamischen Markt des Spritzgießens, wie man betont. Um eine ganz aktuelle Aktion geht es auch gleich: Denn Engel setzt weiter auf eine technische Führerschaft beim Schäumen, weshalb man nun den Partner Trexel Inc. aus Massachusetts in die Familie geholt hat, wie soeben frisch informiert wird. Trexel ist Spezialist für das Mucell-Verfahren, mit dem man beim Spritzgießen die Kunststoffschmelze aufschäumen kann, der dann Mikrozellen in seinem Inneren aufweist. Trexel werde aber eigenständig bleiben. Engel fasst seine Philosophie auch unter dem Slogan „Value before Volume“ zusammen. Krisen sieht man als Chance, sich noch klarer zu positionieren. Auch höre man dem Anwender zu, damit Systeme entstehen könnten, von denen er dann maximale Vorteile habe.

Die Marktlage in Europa, Afrika und dem Nahen Osten:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 erreichte Engel demnach einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Die Vorschau für das laufende Geschäftsjahr weise aber einen Umsatzrückgang um rund sieben Prozent (auf voraussichtlich 1,4 Milliarden). Diese Entwicklung ist auf die insgesamt abgekühlte wirtschaftliche Lage in vielen Regionen zurückzuführen. Die Investitionslaune in Europa sei gedämpft, was besonders in den deutschsprachigen Ländern registriert werden, wo hohe Lohnkosten, politische Unsicherheiten und zurückhaltende Förderprogramme als Bremsklötze wirkten. Anders male sich das Bild in Ländern wie Italien, wo staatliche Anreize gezielt Investitionen förderten. Gefragt sind vor allem Möglichkeiten, die kurzfristig Effizienzgewinne bringen. Mittel- und langfristige Projekte werden dafür aber seltener angestoßen, so Engel. Im Nahen Osten und Teilen Afrikas entwickelt sich das Umfeld stabil. Zwar halten sich auch internationale Konzerne mit Investitionen zurück, doch gleichzeitig sorgen Bevölkerungswachstum und zunehmende Industrialisierung für konstante Nachfrage, wie es weiter heißt. Besonders im Bereich Medizintechnik und Verpackung konnte Engel übrigens Marktanteile gewinnen. Die Melange aus elektrischen Maschinenplattformen, weltweit verfügbarem Service und lokalem Know-how verschaffe den Österreichern in der Region strategische Vorteile. Der Fokus liegt auf skalierbaren Gesamtsystemen mit hoher Verfügbarkeit, vor allem wenn es um Standardanwendungen geht.

Das registriert Engel in Übersee und Asien:

Was die USA betrifft, so plagen die hohen Zölle und die politischen Unsicherheiten die Unternehmen, was vor allem den Automarkt betrifft. Und Mexiko bleibt anspruchsvoll, heißt es. Dort markierten die Produktion mit verringerter Auslastung das Geschehen. Man setze auf flexible Fertigungsmodelle, wie Outsourcing oder Leasing. Aber der Bereich Technical Moulding mit Blick auf Zentral- und Südamerika starte in Mexiko langsam durch. Stabil ist die Lage in Brasilien, wo es auch punktuell wirkende Wachstumsimpulse gibt, wie Engel sagt. Dort sind Standardanwendungen gefragt, die auf Automotive, Verpackungen und Konsumgüter abzielen. Auch die Digitalisierung schreite voran, weil auch dort das Fachpersonal abnehmen.

Die Entwicklung in Asien bleibt laut Engel-Eindruck insgesamt stabil. Während die Zahl der verkauften Maschinen im Plan liege, sorgten Preisrückgänge und eine verstärkte Nachfrage nach kostenoptimierten Maschinen und Anlagen für einen niedrigeren Durchschnittserlös. Das Wintec-Portfolio erfreue sich aber zunehmend an Beliebtheit. Ausschlaggebend sind offensichtlich kurze Lieferzeiten und wirtschaftlich skalierbare Gesamtsysteme. Neue Anwendungen im Bereich Logistik rücken ebenso in den Fokus, heißt es. Medizintechnik und Verpackung entwickelten sich leicht unter Plan, aber mit positiver Tendenz. Unsicherheiten bei Zöllen und Lieferketten verzögerten Investitionen nur lokal, doch gleichzeitig gewönnen chinesische Auslandsinvestitionen als Wachstumstreiber an Relevanz. Engel begegnet dieser Dynamik mit einem flexiblen Produktionsnetzwerk, wie man erfährt. Das wird aus Anlagen geknüpft, die bedarfsgerecht in den wirtschaftlich sinnvollsten Werken gefertigt werden, wie Engel erklärt. Auch in Südostasien setze sich das Wachstum fort: Während Ozeanien durch zunehmenden Wettbewerb aus China unter Druck gerate. Engel ist aber in Asien mit fast 40 Jahren Vertriebserfahrung und über 25 Jahren lokaler Produktion tief verankert – diese Verlässlichkeit schaffe Vertrauen und mache die Österreicher zu einem gefragten Partner für anspruchsvolle Anwendungen.

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