Produktionskonzept Erfolgreich produzieren am Standort Deutschland

Autor / Redakteur: Johannes Wößner und Thomas Schrodi / Claudia Otto

Schnelle Reaktion auf Kundenwünsche und Flexibilität des bedarfsorientierten Kapazitätseinsatzes in Fertigung und Montage sind die Existenzgrundlage jedes Unternehmens. Bestehende Produkt- und Produktionsstrukturen stoßen dabei immer mehr an ihre Grenzen.

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Klare Strukturen und der richtige Automatisierungsgrad in der Fertigung und Montage sind die wichtigsten Voraussetzungen für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Klare Strukturen und der richtige Automatisierungsgrad in der Fertigung und Montage sind die wichtigsten Voraussetzungen für den langfristigen Unternehmenserfolg.
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Eine Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer kommt für viele, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus unterschiedlichen Gründen nicht infrage. Die Chancen des Standorts Deutschland liegen klar auf der Hand: Innovative Produktideen können im eigenen Haus schnell und kontrolliert umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang stellt sich dann die Frage nach der richtigen Auftragssteuerung und Logistik sowie dem richtigen Automatisierungsgrad. Investitionen für die Vollautomatisierung variantenspezifischer Prozesse müssen selbst am Standort Deutschland häufig unter wirtschaftlichen Aspekten hinterfragt werden. Oftmals ist es vielmehr die wertstromoptimierte Prozessgestaltung in Verbindung mit einer intelligenten Automatisierung, die über den langfristigen Erfolg eines Unternehmens entscheidet.

Die Zukunft des Unternehmens aktiv gestalten

Die langjährigen Projekterfahrungen des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zeigen, dass es für ein Unternehmen nicht immer einfach ist, sich selbst von außen zu beurteilen. Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen und Abläufe werden als unumstößlich gesehen und somit nicht mehr basierend auf den sich längst veränderten Marktbedingungen hinterfragt. Die kontinuierliche Verbesserung der bestehenden Produktionsabläufe, -technologien und -arbeitsplätze allein führt auf Dauer zu einer Sättigung der Optimierungskurve. Ist diese Sättigung erreicht, hilft nur der disruptive Ansatz, um eine aktive Gestaltung der Zukunft des Unternehmens zu ermöglichen.

Die Wertstrommethode liefert in einfacher Darstellung den Überblick über die täglichen Abläufe in der Produktion und gibt Aufschluss über die Komplexität der Auftragssteuerung und des operativen Materialflusses. Mit welchem Aufwand kommen die richtigen Teile zur richtigen Zeit an den richtigen Ort? Wird der Produktionsablauf von einer Vielzahl manueller Tätigkeiten geprägt oder bestimmen weitestgehend Technologieprozesse die Produktion? Die Antworten auf diese Fragen entscheiden über eine Restrukturierung der Prozesse und die Möglichkeit einer gesunden Höher- oder Erstautomatisierung einzelner Teilprozesse.

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