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Dichtheitsprüfung

Erfolgreiche Prüfautomation in der Automobilindustrie

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Robustheit der Messtechnik ist entscheidend

Zwar kann es auch passieren, dass ein Anwender darauf besteht, in seiner Anlage ein Dichtheitsprüfgerät eines anderen Herstellers einzusetzen, aber bei Liwo ist man von der LDS-Serie und speziell vom modernen LDS3000 so überzeugt, dass man ihn den Kunden standardmäßig empfiehlt.

Das modulare Helium-Dichtheitsprüfgerät Inficon LDS3000 wurde für den Einsatz in industriellen Prüfanlagen konzipiert.
Das modulare Helium-Dichtheitsprüfgerät Inficon LDS3000 wurde für den Einsatz in industriellen Prüfanlagen konzipiert.
(Bild: Inficon )

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Wartungs- und Servicequalität. „Wenn die Linie stillsteht, ist das natürlich so etwas wie der GAU in der Industrie, aber solch ein Ausfall ist in der LDS-Serie von Inficon zum Glück äußerst selten“, berichtet Schäfer. „Man muss Inficon da einfach ein großes Lob machen: Spätestens seit 2010 sind die Geräte sehr robust. Da gibt es keine verbrannten Elektroden mehr und keinen Filamentwechsel. Es kommt nur ganz selten zu Reparaturbedarf. Diese Robustheit ist natürlich für uns und für unsere Kunden ein wichtiges Qualitätsmerkmal.“ Dennoch diskutiert Liwo mit seinen Kunden auch mögliche Ersatzteilszenarien. „Wenn der Kunde schon viele Anlagen mit LDS3000-Geräten im Einsatz hat, dann lohnt es sich mitunter, wenn er auch selbst Ersatzteile vorhält“, erläutert Schäfer. „Geht es dagegen um einen kleineren Mittelständler, dann liefern wir bei Bedarf schnell selbst das Ersatzteil – oder auch ein Ersatzgerät. Solch ein Dichtheitsprüfgerät ist eben keine Standardkomponente, da müssen sich unsere Kunden schon auf uns verlassen können.“

Fernwartung und -diagnose wird konsequent genutzt

Prüfanlagen von Liwo gibt es auf der ganzen Welt. „Unsere Prüf­an­lagen verschicken wir allerdings nur dann nach Fernost, wenn wir sicher sein können, dass pro Jahr eine einzige Wartung vor Ort ausreicht, damit die Maschine zuverlässig funktioniert“, erklärt Schäfer. „Darum überprüfen wir schon vorher alle relevanten Parameter.“ Auch die Möglichkeiten zur Fernwartung und Ferndiagnose nutzt Liwo sehr konsequent. „Wenn doch einmal ein Fehler auftritt, kann man sagen, dass wir ihn in 90 % der Fälle bereits per Ferndiagnose identifiziert haben, bevor wir vor Ort sind. Das sorgt natürlich dafür, dass wir im Notfall Probleme schnellstmöglich beheben können.“

Traditionell kommen viele Liwo-Kunden aus dem Automobilbau, aber nach und nach erschließt sich Liwo mit seinen Dichtheitsprüfanlagen auch andere Branchen. „Im Bereich Medizintechnik und Pharma gibt es durchaus einen Bedarf, aber dort ist die Prüfgastechnik noch wenig bekannt“, berichtet Schäfer. „Oft arbeitet man sogar noch mit dem vergleichsweise unzuverlässigen Blaubad, einer manuellen Prüfung mit dem Farbmittel Methylenblau.“ In der stark regulierten Pharmabranche gelten andere Gesetze und mitunter sind auch die Sprachregelungen andere. „Beispielsweise gibt man in der Automobilindustrie die Leckraten, gegen die geprüft werden soll, fast immer als Volumenstrom mit der Einheit mbar×l/s an. In der Pharmabranche spricht man dagegen gerne von einer Lochgröße, die in Mikrometern angegeben wird. Denn bei einer Lochgröße von 1 µm ist Bakteriendichtheit gewährleistet.“ Dies entspricht einer Helium-Vakuum-Leckrate in der Größenordnung von 10-4 mbar×l/s.

Großes Potenzial für prüfgasbasierte Tests sieht Schäfer auch in der Gas- und Wasserinstallationstechnik. Noch werde dort oft zu 60 bis 70 % im Wasserbad geprüft. Die Prüfung im Wasserbad, auch Blasentest genannt, hat eine ganze Reihe von Nachteilen. So hängt es von der Tagesform des Prüfers ab, ob er aufsteigende Luftblasen überhaupt erkennt; im praktischen Einsatz sind Lecks nur bis zu einer Größe von ungefähr 5 × 10-2 mbar×l/s identifizierbar; und Prüfteile müssen im Anschluss oft aufwendig getrocknet werden.

Sondermaschinenbau braucht zuverlässige Lieferanten

„Wie die meisten Maschinenbauer in Deutschland ist auch Lippok & Wolf ein mittelständisches Unternehmen“, so Edgar Schäfer abschließend. „Dabei gibt es gerade im Sondermaschinenbau etliche Herausforderungen.“ Umso wichtiger seien Lieferantenbeziehungen, die sich bewährt haben. „Dies macht auch die besonders vertrauensvolle Beziehung zu Inficon für uns so wertvoll“, sagt Schäfer, „neben der Qualität und Robustheit der Produkte.“ MM

* Sandra Seitz ist Market Manager Automotive Leak Detection Tools bei der Inficon GmbH in 50968 Köln, Tel. (02 21) 5 67 88-6 29, Sandra.Seitz@inficon.com

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