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Dichtheitsprüfung Erfolgreiche Prüfautomation in der Automobilindustrie

| Autor / Redakteur: Sandra Seitz / Udo Schnell

Auch Anlagenbauer, die sich auf Prüftechnik spezialisiert haben, brauchen gelegentlich externes Know-how, etwa wenn es um die eigentlichen Dichtheitsprüfgeräte in den Anlagen geht. Lippok & Wolf, als Sondermaschinenbauer Hersteller automatisierter Prüfanlagen, vertraut schon seit vielen Jahren auf die Prüfgasgeräte von Inficon, die speziell für den Einsatz in industriellen Fertigungsanlagen entwickelt und produziert werden.

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Helium-Vakuum-Anlage von Lippok & Wolf zur Prüfung von Kraftstoff-Verteilerrohren (Common Rails).
Helium-Vakuum-Anlage von Lippok & Wolf zur Prüfung von Kraftstoff-Verteilerrohren (Common Rails).
(Bild: Inficon)

Liwo Prüfautomation ist Technologieführer für integrierte Systemlösungen auf unterschiedlichsten Märkten. Einen Schwerpunkt bilden Prüfaufgaben in Fertigungslinien der Automobilindustrie. 1976 gegründet, hat die Lippok & Wolf GmbH ihren Sitz noch immer im schwäbischen Welzheim, unweit von Stuttgart. Aufgrund des breit aufgestellten Portfolios unterschiedlichster Prüftechniken und durch einen hohen Anteil an Eigenfertigung bietet das Unternehmen seinen Kunden individuelle Lösungen für ihre Prüfprozesse und Prüfautomatisierungen. Zum dauerhaften Erfolg des mittelständischen Sondermaschinenbauers tragen auch enge, langjährige Partnerschaften und ein umfassendes Netzwerk an Automatisierungspartnern bei.

Einer dieser langjährigen Partner des Unternehmens ist die Inficon GmbH mit Sitz in Köln. Inficon ist einer der weltweit führenden Produzenten und Anbieter von Instrumenten und Geräten für die Dichtheitsprüfung. Hauptkunden des Unternehmens sind Hersteller und Serviceunternehmen von Klima- und Kühlgeräten, die Automobil- und Automobilzulie­ferindustrie, die Halbleiterindustrie und auch die Hersteller von Dichtheitsprüfanlagen.

Spezialist für Dichtheitsprüfanlagen

Liwo hat sich vollständig auf Prüftechnik spezialisiert. Wobei mehr als die Hälfte der Prüfanlagen, die Liwo für seine Kunden herstellt, der Dichtheitsprüfung dienen. Edgar Schäfer, Abteilungsleiter für den Bereich Forschung und Entwicklung bei Liwo: „Wir arbeiten mit Inficon schon seit den 1980er-Jahren zusammen, als die Heliummassenspektrometrie aufkam. In den 90er-Jahren reichte die Empfindlichkeit der Differenzdruckprüfung in vielen Einsatzszenarien nicht mehr aus und die industrielle Massenspektrometrie mit Heliumprüfgas wurde immer bedeutsamer. Als Inficon dann um die Jahrtausendwende den LDS1000 für den industriellen Einsatz vorstellte, war das wiederum ein großer Schritt vorwärts, denn das Gerät identifizierte nicht nur kleinste Leckraten – es war vor allem auch ein wichtiger Fortschritt in Sachen Robustheit.“

Das Verhältnis von Liwo und Inficon wurde im Laufe der Jahrzehnte immer enger. „Inficon hat jetzt schon 30 Jahre unserer Firmengeschichte begleitet – und umgekehrt“, sagt Schäfer. „Darum haben wir auch nie ernsthaft einen Wechsel erwogen. Unsere Zusammenarbeit hat sich mit den Jahren intensiviert – und es war nie eine Einbahnstraße.“ Der stetige Austausch unter den Prüftechnikspezialisten auf beiden Seiten ist den Partnern wichtig. Der Liwo-Entwicklungschef erklärt dies so: „Gerade für einen Mittelständler wie uns ist es ein großer Vorteil, einen zuverlässigen, langfristigen Partner zu haben. Etliche unserer Entwickler müssen die Inficon-Geräte genau kennen, um sie optimal in unsere Prüfanlagen zu integrieren und ihr Potenzial voll auszunutzen. Und der kontinuierliche Erfahrungsaustausch gibt auch wichtige Anstöße für Weiterentwicklungen.“

Aktuell sind mehr als hundert Liwo-Prüfanlagen mit Inficon-Geräten aus der LDS-Serie im Einsatz, vom LDS1000 über den LDS2010 bis hin zum aktuellen LDS3000. Der Großteil dieser Anlagen ist zwar bereits fünf Jahre und älter, aber LDS1000er sind darin nur noch wenige zu finden. „Auch wenn Fertigungsunternehmen meist nur ungern in laufende Systeme eingreifen“, sagt Schäfer, „kann man davon ausgehen, dass der LDS1000 in drei bis vier Jahren aus dem Maschinenbestand ganz verschwunden sein wird.“

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