Volkswagen

Erneuerbare Energien für die Automobilproduktion

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Welcher Anteil am gesamten Stromverbrauch von Volkswagen soll durch erneuerbare Energien gedeckt werden?

Wunder: Wir erwarten für das Jahr 2012 einen Gesamtbedarf aller inländischen Standorte von 4222 GWh. Davon sollen 655 GWh aus erneuerbaren Quellen kommen und dazu rund 350 GWh aus der GuD in Kassel. Bis zum Jahr 2018 streben wir eine Erzeugung von 2530 GWh aus erneuerbaren Energien an.

Wie gleichen Sie die Schwankungen bei der Erzeugung regenerativer Energien aus?

Wunder: Die GuD-Kraftwerke lassen sich schneller hoch- und runterfahren als Kohlekraftwerke, damit können wir Schwankungen beim Windstrom besser ausgleichen.

Wie werden diese Vorhaben von den Mitarbeitern und in der Öffentlichkeit aufgenommen?

Prätorius: Die Motivation spielt eine große Rolle, denn die Projekte der Think Blue Factory sind nicht rein technisch ausgelegt. Die Mitarbeiter, die da mitmachen, sind mit großem Engagement dabei. Auch von Investoren wird das Engagement in dieser Richtung positiv gesehen. Wir bekommen regelmäßig Fragebögen von Banken und Ratingagenturen, die unsere Nachhaltigkeitsleistungen bewerten. Die Anteilseigner achten sehr genau darauf, wie wir bei der Energieversorgung strategisch aufgestellt sind, und begrüßen es, wenn wir auf erneuerbare Energien setzen.

Was muss sich Ihrer Ansicht nach bei der Technik in den kommenden Jahren ändern, damit die Industrie stärker den Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen kann?

Wunder: Die Technik zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist da. Das eigentliche Problem ist derzeit das Stromnetz, das dringend ausgebaut werden muss. Wir hatten im Februar bereits einige Male Netzzustände, die mehr als kritisch waren; und bei einem Stromausfall von 120 ms müssen wir die Fertigung neu starten. Außerdem brauchen wir Stromspeicher und wir müssen Energie einsparen. Für uns bei Volkswagen ist eine Absenkung der Grundlast um 30% möglich. Es sind halt viele kleine Schritte notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. Wichtig ist, dass wir die Transferperiode zu den erneuerbaren Energien in Deutschland richtig hinbekommen. Der Einspeisevorrang für erneuerbare Energien führt zu einem fast ungeregelten Zubau. Die Frage ist: Können wir das wirtschaftlich nutzen?

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