Warmumformung

Erster Spezial-Kongress für die Warmumformung höchstfester Stähle

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Was erwartet die Besucher der Konferenz?

Steinhoff: Auf dem Programm stehen etwa 40 Fachvorträge. Die Themenbreite reicht von den Materialien über das Prozessdesign und die Simulation bis hin zu ausgewählten Anwendungsbeispielen. Ganz praktisch können die Kongressteilnehmer die Warmumformung bei den begleitenden Exkursionen betrachten, die beispielsweise in das VW-Werk in Baunatal oder zu Metakus führen.

Wir haben einen internationalen Beirat ins Leben gerufen, der aus Wissenschaftlern und Fachleuten aus der Industrie besteht. Hier wurden alle Tagesordnungspunkte und die eingereichten Beiträge einem detaillierten Begutachtungsverfahren unterzogen.

Dies ist wichtig. Wir wollen keine kleinere Messe für die Szene werden. Unser Anspruch ist es von Beginn an, Vorreiter im Bereich Warmumformung zu sein und dies auch zu präsentieren. Bereits jetzt haben neben den Referenten fast 90 Gäste ihre Teilnahme zugesagt. Sowohl die Referenten als auch die Teilnehmer sind international.

Wie häufig wird die Internationale Konferenz Warmumformung stattfinden?

Steinhoff: Vorerst ist sie in jährlichen Abständen geplant. Jeweils im Wechsel in Schweden und in Deutschland. Das Interesse in der Fachwelt ist groß und es gibt eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten, die es zu diskutieren gilt. In diesem Jahr ist es der Design-Rahmen für den Warmumformprozess, den wir im Hauptansatz beleuchten.

Bereits jetzt wissen wir, dass ein Schwerpunkt für die im kommenden Juni in Luleå stattfindende Konferenz alternative Erwärmungsstrategien sein werden. Die Frage nach der optimalen Kombination verschiedener Erwärmungssysteme steht bereits heute im Raum.

Bei so viel Interesse für die Warmumformung – hat die Kaltumformung ausgedient?

Steinhoff: Die Kaltumformung hat nach wie vor ihre Marktrelevanz. Schließlich gibt es eine Vielzahl hochspezialisierter Umformverfahren und die Stahlindustrie hat maßgeschneiderte Stahlsorten entwickelt. Diese Kombination hat Bestand.

Warmumformung ist also kein Ablöseszenario, sondern eine neue Spielart mit einem unglaublichen Gestaltungspotenzial für den Umformprozess höchstfester Stähle. Dort, wo herkömmliche Pressen bei höchstfesten Materialien aufgrund der notwendigen Kräfte und der damit verbundenen hohen Kosten an ihre Grenzen stoßen, ist die Warmumformung eine heute schon verfügbare Alternative.

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