Gesalzene Chance Es gibt ein Lithiumdreieck! Das könnte Beschaffungsengpässe abfedern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das Lithiumdreieck (Triángulo del Litio) zwischen Argentinien, Bolivien und Chile wird für die rohstoffhungrigen Industriestaaten zunehmend interessant ...

Das ist nicht der Blick auf die Oberfläche des Planeten Crait, bevor der Showdown zwischen Luke Skywalker und der Ersten Ordnung stattfand. Unter dieser Salzkruste in Bolivien bricht auch kein roter Staub hervor. Aber eins gibt es darunter: Das immer gefragtere Lithium!(Bild:  Salt`n Area)
Das ist nicht der Blick auf die Oberfläche des Planeten Crait, bevor der Showdown zwischen Luke Skywalker und der Ersten Ordnung stattfand. Unter dieser Salzkruste in Bolivien bricht auch kein roter Staub hervor. Aber eins gibt es darunter: Das immer gefragtere Lithium!
(Bild: Salt`n Area)

Das Element Lithium gehört zu den Leichtmetallen und wird bekanntlich für die Akkus von Smartphones, Laptops und Elektrofahrzeugen benötigt. Aufgrund der allgemeinen Abkehr von fossilen Energieträgern und der Zuwendung zur E-Mobilität steigt die Nachfrage nach Lithium, was aber auch zur Folge hat, dass dieser Rohstoff demnächst knapp werden kann. Unter der gleißenden Sonne der südamerikanischen Hochwüste erstreckt sich aber ein ebenso blendendes Meer, das aber statt Wasser Salz beinhaltet. Unter dieser knisternden Kruste des Salar de Uyuni in Bolivien liegt auch noch ein Schatz verborgen, bei dem es sich um nichts weniger als das begehrte Lithium handelt – dem, wie manche sagen – Öl unserer Zeit. Die Gesamtnachfrage nach Lithium könne sich bis zum Jahr 2030 um den Faktor vier bis acht erhöhen. Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften sei es derzeit auch durch nichts in Gänze zu ersetzen. Mangel würde vor allem Europa leiden, denn das Lithium stehe global vor allem unter der Kuratel von China. In Deutschland wird deshalb auch schon ausgelotet, heimische Vorkommen zu nutzen.

Lateinamerikas Lithiumvorkommen können sehr wichtig werden

Bolivien ist aber in puncto Lithium der heimliche globale Spitzenreiter! Denn allein hier soll fast ein Viertel der weltweiten Vorkommen liegen. Und diese fänden sich vor allem in Salzseen wie eben dem Salar de Uyuni, aber auch im Salar de Atacama in Chile und im Salar del Hombre Muerto in Argentinien. Während Chile und Argentinien aber bereits stark fördern, bleibt Bolivien angesichts politischer Instabilität, technischer Schwierigkeiten und nationaler Kontrolle bisher weit unter seinen Möglichkeiten, wie Experten wissen. Während die genannten Lithiumressourcen alle bekannten Vorkommen umfassten, bezeichneten die Reserven nur den Teil, der unter aktuellen Bedingungen wirtschaftlich förderbar sei. Das Angebot an diesen Lithiumreserven dominieren derzeit Australien und Chile, mit derzeit rund 75 Prozent der globalen Bergwerksförderung. Es ließen sich noch Kanada, der Kongo und Mali hinzugewinnen. Doch allein Lateinamerika könnte bis 2030 das Angebot an Lithium auf rund 30 Prozent aufstocken und so zum zweiten Standbein bei der Gesamtversorgung werden.

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