Schatzsuche Esso darf nach Lithium in Niedersachsen fahnden

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Genau in zehn Gebieten Niedersachsens darf Esso weiterhin nach dem begehrten kritischen Rohstoff Lithium suchen, wie es heißt.

Esso darf womöglich in Niedersachen nach Lithium Ausschau halten. Sollten dort ergiebige Quellen dafür aufgespürt werden, könnte die Abhängigkeit von China spürbar geringer werden.(Bild:  Exxonmobil)
Esso darf womöglich in Niedersachen nach Lithium Ausschau halten. Sollten dort ergiebige Quellen dafür aufgespürt werden, könnte die Abhängigkeit von China spürbar geringer werden.
(Bild: Exxonmobil)

Das Element Lithium wird bekanntlich unter anderem zur Herstellung von leistungsfähigen Akkus für Elektroautos gebraucht. Aber Europa ist dahingehend vor allem von Importen aus Asien abhängig. Esso darf nur in Niedersachsen nach dem Rohstoff spüren. Die entsprechende Genehmigung dafür gilt seit dem ersten April, teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover mit. Bereits zum ersten Januar waren Esso vier sogenannte Erlaubnisfelder zur Erkundung des Rohstoffes zugeteilt worden. Insgesamt gebe es damit in ganz Niedersachsen 20 solcher Felder, auf denen verschiedene Unternehmen nach dem Rohstoff suchen dürften. Weitere Anträge von Esso und anderen Unternehmen liegen dem LBEG übrigens bereits vor. Die Gesamtfläche, die bisher in diesem Bundesland zur Suche nach Lithium freigegeben wurde, beträgt rund 7.500 Quadratkilometer. Das sind knapp einem Sechstel der Fläche Niedersachsens. Doch bei allem Verdacht, bedeute das nicht, dass dann auch Lithium dort gewonnen werde.

Niedersachsen als Lithiumquelle Nummer eins

Zunächst würden sich die verschiedenen Projekte auf sehr kleine Teilbereiche konzentrieren. In Norddeutschland kann man Lithium außerdem sehr ressourcenschonend abbauen, wie das Amt betont. Perspektivisch könnte Niedersachsen, das derzeit noch das Bundesland Nummer eins bei der Erdgasförderung ist, damit auch zum Bundesland Nummer eins bei der Lithiumförderung werden. Lithium werde dann im sogenannten Bohrlochbergbau abgebaut, was ähnlich ablaufe wie bei der Erdgasförderung. Deshalb werden an der Oberfläche nur relativ kleine Anlagen zu sehen sein. Die Gewinnung des Lithiums erfolgt dann über die Förderung von tiefem Thermalwasser in einem Kreislaufsystem, aus dem der Rohstoff abgeschieden wird, wie man erklärt. Allerdings seien mit der Genehmigung noch keine konkreten Handlungen abzuleiten. Dazu müssten noch bergrechtliche Betriebspläne vorgelegt und genehmigt werden. Für diese sei unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig.

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