Data Act
Digitalisierungsbooster für die Industrie

Ein Gastbeitrag von Eva Hanau, Gustav Bösehans und Markus Harlacher 6 min Lesedauer

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Datengetriebene Geschäftsmodelle spielen bisher nur für wenige deutsche Firmen eine Rolle. Mit der wachsenden Nutzung von KI steigt die Bedeutung von Daten. Der europäische Data Act bietet der deutschen Wirtschaft die Chance, eigene Daten besser zu nutzen.

Der im November 2023 beschlossene EU Data Act schafft seit September 2025 einheitliche Regeln für den Datenaustausch, um einen europäischen Binnenmarkt für Daten zu fördern und Innovation sowie Wettbewerb zu stärken.(Bild: ©  MheeP - stock.adobe.com)
Der im November 2023 beschlossene EU Data Act schafft seit September 2025 einheitliche Regeln für den Datenaustausch, um einen europäischen Binnenmarkt für Daten zu fördern und Innovation sowie Wettbewerb zu stärken.
(Bild: © MheeP - stock.adobe.com)

Der EU Data Act wurde im November 2023 beschlossen und ist nach einer Übergangsfrist seit dem 12. September 2025 für vernetzte Produkte oder Dienste anzuwenden. Ziel ist ein europäischer Binnenmarkt für Daten: Nutzende von vernetzten Geräten und Softwareanwendungen erhalten Anspruch auf die von ihnen erzeugten Daten.

Die neuen Regeln für den Datenaustausch sollen datengetriebene Geschäftsmodelle ermöglichen und Innovation und Wettbewerb fördern. Fragmentierte Regelungen in den Mitgliedsstaaten, ungleiche Machtverhältnisse in Bezug auf Datenzugang und -nutzung sowie mangelnde Interoperabilität und Datenqualität stellen bislang ein Hindernis für die Realisierung eines solchen Marktes dar. Der Data Act ist damit ein Baustein in der europäischen Gesamtrahmenplanung der EU für den digitalen Wandel, auch bekannt als die bis 2030 geltende „Europäische digitale Dekade“.