Eine fossilfreie Truppe Fraunhofer-Institut sichert Energie für militärische Operationen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wer, wie in diesen Zeiten, die Verteidigungsstärke erhöhen und danach aufrechterhalten will, braucht Energie. Ein neues Projekt soll dabei helfen ...

Auch das Militär braucht Energie und Europa rüstet auf! Doch was dabei herauskommt, soll auch noch nachhaltig und möglichst von fossilen Energieträgern unabhängig mit Energie versorgt werden. Im Forschungsprojekt Sentinel soll daran intensiv gearbeitet werden ...(Bild:  Panzerschorsch)
Auch das Militär braucht Energie und Europa rüstet auf! Doch was dabei herauskommt, soll auch noch nachhaltig und möglichst von fossilen Energieträgern unabhängig mit Energie versorgt werden. Im Forschungsprojekt Sentinel soll daran intensiv gearbeitet werden ...
(Bild: Panzerschorsch)

Energiesicherheit ist sowohl für die nationale als auch für die kollektive Sicherheit von zentraler Bedeutung, sagt das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE). Nun können die Forscher verkünden, dass sie Teil des Projektteams des kürzlich angelaufenen EU-Projekts Sentinel (Sustainable Energy Capabilities for Enhanced Military Camps and Operations) sein dürfen. Das Ziel des mit 42 Partnern aus 16 Ländern über vier Jahre laufenden Vorhabens ist es demnach, nachhaltige und innovative Möglichkeiten der Energieversorgung zu entwickeln, die auch unter widrigen Bedingungen funktionieren und gleichzeitig den logistischen Fußabdruck von Militärlagern und -operationen verringern. Gefördert das Ganze mit rund 57 Millionen Euro im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds, wie man weiter erfährt.

Der Weg zu nachhaltigeren Streitkräften steht bevor

Das kürzlich gestartete Projekt zielt, mit anderen Worten ausgedrückt, darauf ab, die bisher relativ hohe Abhängigkeit des Militärs von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und stattdessen nachhaltige und widerstandsfähige Energieversorgungskonzepte für zu etablieren. Das FKIE übernimmt im Projekt Analyse- und Konzeptionsaufgaben. Damit adressiere Sentinel eine der drängendsten strategischen Herausforderungen für die europäische Verteidigungsfähigkeit an der Schnittstelle von Energiesicherheit, Treibstoffabhängigkeit und Einsatzbereitschaft. In enger Zusammenarbeit mit den Streitkräften sollen dann 17 zentrale Energieversorgungsinnovationen entwickelt, erprobt und weiterentwickelt werden. Vom 10. bis 12. Februar 2026 kamen die Partner des Projekts im slowenischen Maribor erstmals persönlich zusammen.

Tests auf Militärbasen sollen Tauglichkeit beweisen

Dazu zählen auch digitale Tools für das Energiemanagement, verbesserte Mobilitätsansätze sowie die Einbindung „intelligenter“ Stromnetze. Die Innovationen werden schließlich in fünf praxisnahen Demonstrationen getestet – vier davon auf bestehenden Militärbasen und eine in einer umfassenden digitalen Umgebung. Durch die Erprobung unter realistischen militärischen Einsatzbedingungen und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen sei Sentinel zwar anspruchsvoll, aber zugleich von hoher praktischer Bedeutung. Im Übrigen führt Sentinel das Vorgängerprojekt Indy (Energy Independent and Efficient Deployable Military Camps) fort, an dem das damalige Fraunhofer INT – seit Anfang des Jahres Teil des FKIE – bereits maßgeblich beteiligt war.

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