Vermögen für Energie

Wer darf die Milliardenzusagen der EU-Kommission zahlen?

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Von der EU-Kommission vermisst man konkrete Aussagen

Bisher ist auch nicht bekannt, wer genau das amerikanische Gas und die anderen Energieträger für die zugesagten 750 Milliarden überhaupt kaufen soll. Deutschlands Vizekanzler Klingbeil weiß seinen Worten zufolge gar nicht, ob es dabei beispielsweise um private Investitionen geht. Denn das seien Dinge, die zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen verabredet wurden, und wobei es genau jetzt um die Klärung der Details gehe. In einer Erklärung der EU-Kommission teilt die Behörde mit, dass man zwar die Kontakte zwischen Käufern und Verkäufern vereinfachen könnte, aber die kommerziellen Entscheidungen natürlich bei den Unternehmen liegen. Gleichzeitig müssten die Vereinigten Staaten einen ungehinderten Zugang und ausreichende Produktions- und Exportkapazitäten gewährleisten.

Wie groß ist die Energielücke durch Russland-Verzicht wirklich?

Die EU-Kommission rechnet damit, künftig US-Energie im Wert von 250 Milliarden Dollar pro Jahr zu kaufen. Derzeit sind es den Angaben zufolge rund 100 Milliarden. Ein Teil der fehlenden rund 150 Milliarden soll erreicht werden, indem statt russisches Gas, Energie aus den USA gekauft wird. Und offiziellen Angaben zufolge kamen trotz allem in den ersten Monaten dieses Jahres immer noch 15 Prozent der LNG-Importe in die EU aus Russland. Doch auch wenn dieser Anteil komplett durch LNG aus den USA ersetzt würde, wäre das nur ein Bruchteil der versprochenen Steigerung. Insgesamt importierte die EU eigenen Angaben zufolge noch 2024 nämlich fossile Energieträger aus Russland im Wert von 22 Milliarden Euro. Zudem will die EU laut einem Plan der Kommission russische Gasimporte erst ab 2028 komplett stoppen. Daran, dass die EU die versprochene Steigerung allein durch Energieimporte erreichen kann, zweifeln schon heute mehrere Experten. Die dritte große Säule, um die versprochenen Milliarden zu erreichen, sind laut EU-Kommission Importe amerikanischer Atomtechnik. Die Brüsseler teilten aber auch noch mit, dass es zwar Prognosen gibt, diese aber die endgültigen Mengen und die Aufteilung auf Öl, LNG und Kernbrennstoffe sowie Brennstoff-Dienstleistungen noch von (nicht näher bezeichneten) verschiedenen Faktoren abhängen.

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