Chance für Europa!
Der Rohstoff Schwefel kann die Batterieproduktion verändern

Quelle: Theion / Autor: Martin Schaupp 5 min Lesedauer

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Vom weltweiten Boom der Batteriefertigung profitieren nun vor allem asiatische Maschinenhersteller. Eine neue Zelltechnologie mit Schwefel als Kathodenmaterial könnte Europa wieder ins Rennen bringen ...

Wenn es um die aktuelle Herkunft von Batterien für die E-Mobilität geht, dann haben asiatische Hersteller weltweit die Nase vorn. Das finden auch die dortigen Maschinen- und Anlagenhersteller wunderbar. Doch mit dem Rohstoff Schwefel könnte sich das Blatt zugunsten Europas wenden ...(Bild:  Theion)
Wenn es um die aktuelle Herkunft von Batterien für die E-Mobilität geht, dann haben asiatische Hersteller weltweit die Nase vorn. Das finden auch die dortigen Maschinen- und Anlagenhersteller wunderbar. Doch mit dem Rohstoff Schwefel könnte sich das Blatt zugunsten Europas wenden ...
(Bild: Theion)

Nach der schnellen Hochskalierung von Produktionskapazitäten befindet sich der globale Batteriemarkt in einem sehr intensiven Wettbewerb. Gleichzeitig gehen die Investitionen in Maschinen und Anlagen deutlich zurück. Die Batteriefertigung, wie wir sie heute kennen, wird hauptsächlich mit asiatischen Anlagen bestritten: Circa 90 Prozent der Maschinen kommen aus China, Korea und Japan. Europäische beziehungsweise deutsche Hersteller konnten sich in diesem hart umkämpften Markt nicht durchsetzen. Ein „Me too"-Ansatz hat in Europa weder bei der Zelltechnologie noch bei der Anlagentechnologie funktioniert. Die gute Nachricht ist, dass asiatische Maschinenhersteller nur den Markt für die Produktionsprozesse heutiger Batteriezellen dominieren. Dagegen erfordern neuartige Zelltechnologien grundlegend andere Fertigungsansätze – eine neue Chance für den europäischen Maschinenmarkt, aber auch eine Herausforderung, dafür spezialisierte Anlagen zu entwickeln. So können europäische Maschinenbauer gemeinsam mit innovativen Zellherstellern wie Theion Marktanteile zurückholen und die europäische Batterieindustrie nachhaltiger und wettbewerbsfähiger machen.

Batteriezukunft zwischen Rohstofftradition und -revolution

Die nächste Generation von Batterien eröffnet sowohl technologische als auch wirtschaftliche Potenziale. Spezialisierte Anlagen, mit denen Schwefel-Kathoden effizient hergestellt werden können, unterscheiden sich fundamental von der etablierten Lithium-Ionen-Batterieproduktion. Während diese Fertigungslinien auf energieintensive Trocknungsstrecken und Beschichtungsverfahren setzen, kommen für die Schwefel-Kristallzüchtung beispielsweise chemische Prozesse zum Flüssigkeitshandling, gezielte Bestrahlungsprozesse und Hochspannungsverfahren zur Orientierung von Nanopartikeln zum Einsatz – Technologien, für die es bislang in der Batterieindustrie keine Standardanlagen gibt. Diese Anforderungen verändern die Wertschöpfungskette der Batterieindustrie, angefangen bei den Anlagenbauern über Forschungseinrichtungen bis hin zu Zulieferern. Damit entstehen neue Arbeitsplätze in Produktion, Entwicklung und Qualitätssicherung. Die Schwefel-Kristall-Technologie ist somit nicht nur ein Fortschritt für die Energiespeicherung, sondern ein Impuls für einen ganzen Wirtschaftszweig. Europäische Maschinenhersteller können sich so als Technologieführer in einem neuen Marktsegment positionieren, unabhängig von asiatischer Konkurrenz.

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