Pfiffiges Hybridkonzept erlaubt Zugriff auf Werkzeugdaten aller Hersteller
Die Vielzahl der Werkzeughersteller und Werkzeuglieferanten machte es bisher außerdem unmöglich, an gut aufbereitete Werkzeugdaten zu gelangen. Dazu kommt der Umstand, dass insbesondere kleinere Anbieter von Spezial -oder Sonderwerkzeugen nicht immer über die technischen Möglichkeiten verfügen, einlesbare Werkzeugdaten anzubieten. Erschwerend hinzu kommt die Problematik, dass kleine Werkzeughersteller und jene, die sich auf Nischenanwendungen konzentrieren, auch nicht über die technischen Möglichkeiten verfügen, um digitale einlesbare Werkzeugdaten nebst entsprechender Datenqualität bieten zu können.
Der Softwarehersteller EVO Informationssysteme GmbH hat deshalb nun eine Plattform entwickelt, die alle relevanten Werkzeugdaten den Endanwendern herstellerübergreifend zur Verfügung stellt – und das auch noch kostenfrei. Denn der neuartige, global herstellerübergreifende Werkzeugkatalog von EVO sammelt die Werkzeugdaten aller Hersteller und stellt sie den Nutzern von „EVOtools“ über das Internet bereit.
Die in der Werkzeugdatenbank inventarisierten Werkzeuge werden über die Katalog- oder Herstellernummer automatisch mit den Werkzeugdaten angereichert, ohne dass sie manuell eingepflegt werden müssen. Werkzeugnutzer, die bereits Werkzeugdaten in ihrer Werkzeugverwaltung erfasst haben, teilen diese Daten über die EVO-Werkzeugcloud mit anderen Anwendern. So entsteht ein riesiger Datenraum mit strukturierten Werkzeugdaten aller Werkzeuganwender und aller Werkzeughersteller. Auch Daten von neu auf den Markt kommenden Werkzeugen gelangen somit deutlich schneller zu den Zerspanern als über die herkömmlichen Wege wie Kataloge, Onlineshops oder Hersteller-Apps.
So stellt sich EVO Informationssysteme eine ideale digitale Werkzeugverwaltung vor. Das Unternehmen überträgt die Idee bereits in die Praxis. Und bald schon kann man als Zerspanungspraktiker oder Werzeughersteller die EVO-Werkzeugcloud genießen.
(Bild: EVO Informationssysteme)
Dieses Datenkonzept ist einzigartig, wobei außerdem bisher kein anderer Anbieter von Werkzeugdaten ein vollständiges Portfolio an Informationen aller Werkzeughersteller bieten kann. Selbstredend, dass die Wettbewerbssituation der Hersteller untereinander einen gemeinsamen Datenpool bisher verhindert hat.
Erfreulich! Die sichere EVO-Werkzeugcloud ist bald nutzbar
Kurz- und mittelfristig werden die Daten von Millionen von Werkzeugen über die EVO-Werkzeugcloud bereitgestellt. Sobald erstmalig von einem Werkzeughersteller – oder -anwender – die Daten für ein Werkzeug eingestellt werden, können andere Nutzer der Werkzeugverwaltung „EVOtools“ darauf zugreifen. Über Algorithmen im Hintergrund wird die Richtigkeit dieser Werkzeugdaten geprüft. Anomalien in der von Nutzern bereitgestellten Daten werden dabei automatisch erkannt und ausselektiert. Über die Artikelnummer im Katalog des Werkzeugs kann der Nutzer von „EVOtools“ die Werkzeugdaten dann in der EVO-Werkzeugcloud abfragen. Die Prüfung der Datenqualität ist dabei essenziell.
Zur Sicherung der Datenqualität werden die Informationen über das Werkzeug mit den Daten desselben Produkts mittels „künstlicher Intelligenz“ von anderen Anwendern automatisch abgeglichen und geprüft. Hat der Werkzeughersteller direkt, oder ein Werkzeuganwender bereits dieses Werkzeug mit Werkzeugdaten also korrekt hinterlegt, werden diese Werkzeugdaten über die Cloud bereitgestellt.
Die Datensicherheit ist selbstverständlich gewährleistet, denn die Werkzeugdaten werden aus einer deutschen Cloud bereitgestellt. Über eine Authentifizierung erfolgt der geschützte Zugriff. Ein besonderes Highlight sei hier noch zu erwähnen: Für das Verfahren zur Aggregierung der Werkzeugdaten und zur Sicherung der Datenqualität bei der Bereitstellung der Werkzeugdaten wurde bereits eine internationale Patentanmeldung eingereicht.
Wie sieht nun der Zeitplan aus, bis man die moderne Werkzeugverwaltung genießen kann? Nun, die Betaphase mit ausgewählten Kunden erfolgte im Juli 2023. Die Freigabe mit Daten von rund 100.000 Werkzeugen ist für das dritte Quartal in diesem Jahr geplant. Ab 2024 sollen dann Daten von über einer halben Million Werkzeugen in der EVO-Werkzeugcloud zu finden sein. EVO sind übrigens auch gerade dabei, ein Partnernetzwerk mit Kooperations- und Vertriebspartnern in Europa aufzubauen. Das Ziel ist, mit den EVO-Digitalisierungslösungen eine wettbewerbsfähige Produktion in Europa zu ermöglichen. Und speziell in Polen sucht EVO noch Vertriebs- und Kooperationspartner.
Stand: 08.12.2025
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