Leichtbau Expandiertes Polypropylen führt zum Leichtbau von Klimaanlagen

Redakteur: Kirsten Nähle

Expandiertes Polypropylen bietet sich als Leichtbauwerkstoff für Klimaanlagen an. Es vereinfacht die Montage von Anlagenkomponenten, ermöglicht die Integration von Luftführungen und erleichtert Servicearbeiten. Diese Vorteile wurden erstmals bei Anlagen für Busse erzielt, zusätzlich zur deutlichen Gewichtseinsparung.

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Bild 1: Erstmals wurde expandiertes Polypropylen (EPP) als Basis für Komponenten von Klimaanlagen in Bussen verwendet. Die Gewichtseinsparung beträgt je nach Größe bis zu 76 kg. (Bild: Konvekta)
Bild 1: Erstmals wurde expandiertes Polypropylen (EPP) als Basis für Komponenten von Klimaanlagen in Bussen verwendet. Die Gewichtseinsparung beträgt je nach Größe bis zu 76 kg. (Bild: Konvekta)

Stellen Entwickler und Konstrukteure Bewährtes infrage, kommen häufig verblüffende Lösungen heraus. Das ist zum Beispiel bei der Konvekta AG im nordhessischen Schwalmstadt der Fall gewesen. Dort wurde eine neue Generation von Klimaanlagen für den Fahrzeugbau konzipiert. Das Ergebnis ist die Ultralight-Serie (UL-Serie), die weltweit leichteste Klimaanlagenbaureihe in ihrer Leistungsklasse für Busse.

Expandiertes Polypropylen als Schlüssel zum Leichtbau

Geleitet wurden die Entwickler und Konstrukteure vom Leichtbaugedanken. So hat man nach Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung und konstruktiven Vereinfachung gesucht.

Der Erfolgsschlüssel lag schließlich in der Verarbeitung eines leichten, extrem strapazierfähigen und haltbaren Kunststoffschaums als Konstruktionswerkstoff. Erstmals wurde expandiertes Polypropylen (EPP) als Basis für die Aufnahme der Anlagenkomponenten und für die Luftführung im Klimaanlagenbau für mobile Anwendungen verwendet (Bild 1, Chassiskonzept Novaplex).

Daraus fertigt Ruch Novaplast, Oberkirch, die Formteile für das Montagegestell. Der Spezialist für Partikelschäume nutzt mehrere Schäumwerkzeuge für die Serienfertigung der EPP-Teile. Inzwischen haben bereits mehrere Tausend Formteilsätze das Fertigungswerk verlassen.

Alle Anlagenkomponenten werden gesteckt oder geklemmt

Lange vor der Serienfertigung wurden auf Basis von CAD-Daten Musterteile gefräst. Sie glichen exakt den späteren Serienteilen. Damit konnte Konvekta schon früh Versuche „fahren“, um die Betriebsverhältnisse der Klimaanlage zu überprüfen sowie um sich mit der Fertigung und Montage vertraut zu machen.

So findet man nur wenige Schrauben und Nieten. Bei dieser Konstruktion werden alle Anlagenkomponenten in die geschäumten Formteile aus expandiertem Polypropylen gesteckt oder geklemmt. Eingearbeitete Kanäle sorgen für eine verlust- und geräuscharme Luftführung.

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