Mehr Reichweite Experten der Formel-1 und von Mercedes-Benz optimieren Festkörperbatterien

Quelle: Mercedes-Benz 2 min Lesedauer

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Mercedes-Benz-Ingenieure aus dem Pkw-Bereich und dem Motorsport haben mit den Zellingenieuren von Factorial zusammengearbeitet, um ein völlig neues Testprogramm für Festkörperbatterien zu entwickeln.

Wenn sich Mercedes-Benz-Spezialisten aus dem Pkw- und Formel-1-Bereich mit Batterieexperten zusammentun, um Festkörperbatterien zu optimieren, kann das dicke Früchte tragen. Lesen Sie hier, was damit gemeint ist ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Wenn sich Mercedes-Benz-Spezialisten aus dem Pkw- und Formel-1-Bereich mit Batterieexperten zusammentun, um Festkörperbatterien zu optimieren, kann das dicke Früchte tragen. Lesen Sie hier, was damit gemeint ist ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Zunächst etwas Grundlagen wissen: Festkörperbatterien sind für die Elektromobilität vielversprechend. Denn sie arbeiten nicht mit einem flüssigen sonder, wie der Name schon vermuten lässt, mit einen festen Elektrolyten. Das erhöht die Zellsicherheit und ermöglicht den Einbau neuartiger Anoden, wie solche aus Lithium-Metall, die übliche Lithium-Ionen-Zellen deutlich übertreffen. Dabei steigt auch die Energiedichte der Zelle. Die Festkörpertechnik habe deshalb das Potenzial, die gravimetrische Energiedichte für Fahrzeugbatterien auf bis zu 450 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg) auf Zellebene zu erhöhen. Das steigert dann auch die Reichweite. Die gravimetrische Energiedichte bezieht sich auf die Energiemenge, die in einer Batteriezelle pro Masseneinheit gespeichert ist. Sie entscheidet über die Effizienz – vor allem, wenn das Gewicht eine kritische Rolle spielt. Die Festkörper-Batterietechnologie reduziert aber das Batteriegewicht.

Seit Februar laufen die Straßentests

Das neue Testprogramm für Festkörperbatterien hat, wie die Beteiligten betonen, den ersten von einer Lithium-Metall-Festkörperbatterie angetriebenen Pkw auf die Straße gebracht. Mercedes AMG High Performance Powertrains (HPP), eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft der Mercedes Benz Group, die sich auf branchenführende Formel-1-Technologien spezialisiert hat, und das Mercedes-Benz-Kompetenzzentrum für Batteriesysteme haben dafür ein völlig neues und innovatives Batteriesystem entwickelt. Außer Spitzenleistung auf der Rennstrecke ist HPP in der Lage, Formel-1-Technik und -Know-how schnell in Hochleistungs-Automobilprojekte zu übertragen. Nach, wie es heißt, intensiven Tests auf verschiedenen Prüfständen wurde der Prototyp der Festkörperbatterie Ende 2024 in einen EQS integriert. Das vollelektrische Fahrzeug von Mercedes-Benz wurde dazu auch mit allen notwendigen Zubehörteilen ausgestattet und leicht modifiziert, um die Festkörperbatterie aufzunehmen. Die ersten Labortests am Fahrzeug wurden bereits Ende 2024 in Stuttgart durchgeführt. Dies geschah in Vorbereitung auf die Straßentests, die im Februar 2025 gestartet sind.

Das Reichweitenziel heißt 1.000 Kilometer

Die Festkörperbatterie in einem auf dem EQS basierenden Fahrzeug ermöglicht eine bis zu 25 Prozent höhere Reichweite, wie die Partner betonen. Dabei seien Gewicht und die Größe vergleichbar zu Standardbatterie eines EQS. Weitere Gewichts- und Energieeffizienz wird durch eine passive Batteriekühlung erreicht. Für das Entwicklungsfahrzeug wird eine Reichweite von über 1.000 Kilometern erwartet. Zum Vergleich: Mit einer Batteriekapazität von 118 Kilowattstunden kommt der aktuelle EQS 450+ (Energieverbrauch kombiniert: 19,9 bis 16,3 Kilowattstunden pro 100 Kilomer bereits eine Reichweite von über 800 Kilometern. In den nächsten Monaten wird Mercedes-Benz die Festkörperbatterie und ihre Gesamtleistung in einem Elektrofahrzeug mit umfangreichen Labor- und Straßentests weiter prüfen.

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