Ihr Forscherlein kommet! Expertin empfiehlt Anwerbung von US-Wissenschaftlern für Deutschland

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Angesichts finanzieller Einbußen in puncto US-Forschung wegen Donald Trump ruft die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier dazu auf, dortige Spitzenforscher von Deutschland zu überzeugen.

Der US-Präsident Trump kappt derzeit die Forschungsfinanzierung in den USA. Eine Wirtschaftsweise hält das zwar für schlimm, richtet das Wort aber nach Deutschland und Europa, diese Chance nicht zu verpassen. Hier ihre Empfehlung ...(Bild:  Genius Place)
Der US-Präsident Trump kappt derzeit die Forschungsfinanzierung in den USA. Eine Wirtschaftsweise hält das zwar für schlimm, richtet das Wort aber nach Deutschland und Europa, diese Chance nicht zu verpassen. Hier ihre Empfehlung ...
(Bild: Genius Place)

Der US-Präsident Donald Trump hat große Sorgen um die wissenschaftliche Freiheit und verlässliche finanzielle Förderung ausgelöst, so die Ökonomieprofessorin von der University of California im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Entwicklung in den USA sei aber umgekehrt eine Riesenchance für Deutschland und Europa. Sie wisse schließlich, dass sehr viele Spitzenkräfte jetzt schon darüber nachdenken würden, die USA zu verlassen. Malmendier zog dabei einen Vergleich zu den Zeiten des Nationalsozialismus: „Ich fühle mich an die 1930er-Jahre erinnert, in denen Deutschland in wesentlichen Forschungsgebieten führend war. Dann aber sind viele Wissenschaftler vor den Nazis geflohen.“ Das war der Anfang vom Aufstieg der USA als Wissenschaftsmacht – jetzt könnte man den Spieß quasi wieder umdrehen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt in Deutschlands Forschung zu investieren

Aber die Forschungsbedingungen betrachtet, halten deutsche Universitäten nicht so einfach mit US-Eliteeinrichtungen mit, wie die Professorin zugeben muss. Aber jetzt sei der richtige Moment gekommen, um die Verhältnisse grundlegend zu ändern und etwas Großes aufzubauen. Sehr viele Kollegen in den USA litten bereits unter den Einschnitten bei der finanziellen Unterstützung. Malmendier fordert deshalb, dass in den Wissenschaftsstandort Deutschland massiv investiert werden sollte. Dort, wo man schon jetzt stark ist – etwa in Sachen künstliche Intelligenz, Biowissenschaften oder Klimatechnik – können echte Forschungsschwerpunkte entstehen, wie sie glaubt. Mit so einer Initiative könne man auch die Aufmerksamkeit der besten Forscher auf sich ziehen, um das Gewicht der Expertisen auf der Waage nach Europa sinken zu lassen. Auf die Frage, ob Trump der freien Wissenschaft den Garaus machen wolle, antwortete die Ökonomin nur: „Das fürchte ich! Und zwar vor allem, wenn es um Diversität und Gleichstellung geht. Die Auswirkungen auf Wissenschaft und Wirtschaft könnten verheerend werden.“

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