VDMA Factbook „Wachstumsregion Afrika“
Afrika wird immer bedeutsamer für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. So legten die Maschinenlieferungen nach Afrika seit 2005 um 65 % zu, wobei die Märkte der Subsahara-Region ein besondere Dynamik entwickeln. Ein Factbook des VDMA beschreibt Erfolgsfaktoren für das Afrika-Geschäft
Anbieter zum Thema

Afrika steht als Exportmarkt zunehmend im Interesse von Investoren und Unternehmen. Aus Sicht des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich der Kontinent in den vergangenen 10 Jahren erfreulich entwickelt: Die Maschinenlieferungen sind seit 2005 um 65 % auf 4,4 Mrd. Euro gestiegen (2005: 2,7 Mrd. Euro). Insgesamt machen Maschinen und Anlagen aus Deutschland etwa 20 % der deutschen Exporte nach Afrika aus.
Gefragte Produkte, starker internationaler Wettbewerb
„Afrika kann ohne Zweifel als Wachstumsregion betrachtet werden, mit attraktiven Marktpotenzialen. Das gilt insbesondere für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau, der mit hoher Produktqualität und mit Lösungs-Know-how in Afrika gefragt ist. Allerdings sind die 54 afrikanischen Staaten im Hinblick auf Größe, Bevölkerung, Entwicklungsstand, Politik und Wirtschaft sehr unterschiedlich, was eine Detailbetrachtung notwendig macht“, sagt VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge. Diese Aspekte werden in dem Factbook „Wachstumsregion Afrika – Perspektiven für den deutschen Maschinenbau“, die vom VDMA und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt Research Institute erstellt wurde, beleuchtet.
Am stärksten nachgefragt sind Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Ihr Anteil an den deutschen Maschinenexporten beträgt 12 % (2014). Es folgen Bau- und Baustoffmaschinen mit 11 % sowie Produkte der Fördertechnik mit 9 % Anteil an Maschinenexporten aus Deutschland. Großes Interesse besteht zudem an deutscher Antriebstechnik (7,2 %) sowie an Allgemeiner Lufttechnik (6 %).
Zugleich herrscht ein starker, von vielen Ländern ausgetragener Wettbewerb um den afrikanischen Absatzmarkt. Aus afrikanischer Sicht ist Deutschland mit einem Anteil von 10,9 % der viertgrößte Maschinenlieferant, auf den vorderen Plätzen liegen China (Anteil 2014: 18,8 %), Italien (12,5 %) und USA (11,9 %).
Neue Märkte in Subsahara-Region
Besonders interessant für deutsche Maschinenbauer entwickeln sich die Märkte der Subsahara-Region. Im Jahr 2010 wurden in diese Region erstmals mehr Maschinen geliefert (deutsche Maschinenexporte nach Subsahara im Wert von mehr als 1,9 Mrd. Euro) als nach Nordafrika (deutsche Maschinenexporte nach Nordafrika im Wert von 1,8 Mrd. Euro). Dieser Trend hat sich gefestigt, in 2014 wurden deutsche Maschinen im Wert von rund 2,5 Mrd. Euro in die Subsahara-Region exportiert, nach Nordafrika im Wert von rund 1,9 Mrd. Euro.
(ID:43583337)