Fasspumpen Fassentleerungssystem für höherviskose Medien arbeitet gründlich

Redakteur: Stéphane Itasse

Um höherviskose, aber dennoch fließfähiger Medien zu fördern, hat ein Fasspumpenhersteller ein spezielles System zur Fassentleerung entwickelt. Damit lassen sich Fässer schnell und deutlich gründlicher als mit den bisher erhältlichen Aggregaten leeren, was zur Kosteneinsparung beiträgt.

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Bild 1: Ein Fassentleerungssystem, das sich gut für höherviskose, aber dennoch fließfähige Medien eignet.
Bild 1: Ein Fassentleerungssystem, das sich gut für höherviskose, aber dennoch fließfähige Medien eignet.
(Bild: Flux)

Die Flux-Geräte GmbH erweitert ihre Viscoflux-Familie um das System Viscoflux Lite. Es ergänzt die bereits eingeführten Geräte Viscoflux und Viscoflux mobile um ein Fassentleerungssystem für Anwender, die höherviskose, aber dennoch fließfähige Medien fördern wollen, wie Fette der NLGI-Klasse 2 sowie Epoxidharze, Lackgrundstoffe, Spachtelmassen oder Bauchemikalien. Das Fassentleerungssystem besteht aus einer Exzenterschneckenpumpe mit Antriebsmotor, einer Nachfolgeplatte und einer Pumpenzentriertraverse aus Polyethylen zur Befestigung auf dem zu entleerenden Fass.

Das komplette System lässt sich auch bei beengten Platzverhältnissen, zum Beispiel einer limitierten Raumhöhe, einsetzen. Für die Montage wird eine Raumhöhe in der Größenordnung Fasshöhe plus Exzenterschneckenpumpe benötigt.

Fassentleerungssystem hinterlässt fast keine Rückstände

Zum Entleeren eines Fasses legt der Anwender zunächst die Nachfolgeplatte auf das Medium auf. Darüber wird die Pumpenzentriertraverse montiert. Anschließend wird die Exzenterschneckenpumpe durch die Führungen in Traverse und Nachfolgeplatte bis zum Boden des Fasses eingeführt. Setzt der Anwender die Exzenterschneckenpumpe in Gang, senkt sich durch den entstehenden Unterdruck im Fass die Nachfolgeplatte in dem Maße ab, wie das Fördergut aus dem Fass gepumpt wird.

Die Prozessdichtung an der Nachfolgeplatte sorgt dafür, dass an den Fassrändern praktisch keine Rückstände verbleiben – sogar in den Sicken des Fasses verbleibt nur noch ein minimaler Bruchteil. Außerdem kann mit Viscoflux Lite das Fass praktisch komplett entleert werden, am Boden verbleibt weniger als 1 % des Inhalts. Dies ermöglicht nicht nur eine optimale Nutzung gegebenenfalls sehr teuerer Medien, sondern spart obendrein auch Kosten für die Reinigung der Fässer und die Entsorgung von Resten.

Außerdem gestaltet sich die Entsorgung im Allgemeinen deutlich einfacher: Die Restmengen sind so gering, dass sie oft zusammen mit den Fässern in die Verschrottung gehen können. Das System arbeitet so gründlich, dass am Schluss des Entleerungsprozesses die Nachfolgeplatte wegen der wenigen Reste am Boden haftet und mit Druckluft gelöst werden muss.

Fassentleerungssystem erlaubt Unterbrechungen des Prozesses

Die vollständige Abdichtung des Systems erlaubt es auch, den Prozess der Fassentleerung bei Bedarf zu unterbrechen – es besteht keine Gefahr, dass das Medium im Fass antrocknet. Die Nachfolgeplatte ist mit einer speziellen Pumpenführung ausgestattet, sodass sie sich nach dem Passieren von Unebenheiten wie Sicken immer wieder parallel zum Fassboden zentriert.

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