Trumpophobia Fast alle deutschen Unternehmen fürchten die Abhängigkeit von den USA

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Gut 90 Prozent der deutschen Unternehmen sind vom Import digitaler Technik und von Services aus anderen Ländern abhängig, insbesondere von den USA. Das werde nach dem Trump-Sieg zum Problem.

Donald Trump hat gut lachen, denn er zieht wieder ins Weiße Haus ein. Der deutschen Industrie zieht es aber eher die Mundwinkel nach unten, wenn sie daran denkt, wie abhängig sie etwa von digitalem Know-how aus den USA ist. Hier einige Umfrageergebnisse ...(Bild:  Bagonlio)
Donald Trump hat gut lachen, denn er zieht wieder ins Weiße Haus ein. Der deutschen Industrie zieht es aber eher die Mundwinkel nach unten, wenn sie daran denkt, wie abhängig sie etwa von digitalem Know-how aus den USA ist. Hier einige Umfrageergebnisse ...
(Bild: Bagonlio)

Der Wahlsieg von Donald Trump und sein bevorstehender Amtsantritt führt dazu, dass auf den Stirnen der deutschen Industrieentscheidern die Sorgenfalten aufwallen, wenn sie an die Abhängigkeit von den USA denken. In einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom bei 603 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern aus allen Branchen sagten 81 Prozent, dass sie abhängig vom Import digitalen Know-hows aus den USA seien. Rund 40 Prozent sehen sich als eher abhängig und 41 Prozent sogar als stark abhängig, wie dabei herauskam. Von den Befragten sind 56 Prozent davon der Meinung, durch den Wahlsieg Donald Trumps gezwungen zu sein, ihre Geschäftsstrategie anzupassen. Jedes zweite Unternehmen erklärte, dass man voraussichtlich seine Lieferketten ändern muss. Der allgemeine Konsens lautet, dass Deutschland sich unabhängiger von den USA machen muss – satte 95 Prozent der Unternehmen stimmen dieser Forderung zu.

Ohne US-Digitalimporte ist es für deutsche Player in kurzer Zeit aus ...

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte: „ Die digitale Souveränität bedeute nicht, dass man alles selbst können muss! Es geht nicht um Autarkie, sondern darum, dass man selbstbestimmt Technologien einsetzen kann.“ Von den USA sei Deutschland allerdings sehr stark abhängig. Und wenn nicht entschieden gegengesteuert werde, werde diese Abhängigkeit weiter wachsen. Er verwies dabei darauf, dass in der Umfrage 87 Prozent der Unternehmen sagen, dass der technologische Vorsprung der USA zu Deutschland und Europa weiter wachsen wird, weil die Amerikaner mehr investieren, mehr auf Deregulierung setzen und weil sie auch beginnen, ihren Bürokratieapparat weiter auszumisten. In der Umfrage gaben 39 Prozent zu, sie könnten nur 13 bis 24 Monate ohne Digitalimporte überleben. Rund 36 Prozent wären sogar nur sieben bis zwölf Monate überlebensfähig. Und 17 Prozent lediglich maximal sechs Monate. Länger als zwei Jahre könnten demnach nur drei Prozent der deutschen Unternehmen durchhalten.

Zur Abhängigkeit von den USA kommt noch die von China hinzu

Kummer bereite der deutschen Wirtschaft aber nicht nur die Abhängigkeit von den USA, sondern auch die von China. Hier sehen sich 44 Prozent als stark abhängig und weitere 35 Prozent als eher abhängig. Bei den Digitalimporten stehen Endgeräte wie Smartphones und Laptops ganz oben auf der Liste, die 90 Prozent der Unternehmen importieren. Drei Viertel der Befragten führen Software aus China ein. Und 71 Prozent importieren Cybersicherheits-Anwendungen, wie Firewalls. Knapp 70 Prozent setzen auf digitale Bauteile, wie etwa Chips, Halbleiter oder Sensoren.

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