Spannmittel Federbetätigte Spannköpfe für die Palettenspannung

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Neue, federbetätigte Spannköpfe zum Spannen von Werkstückpaletten präsentiert die Röhm GmbH auf der EMO Hannover 2007. Die mechanisch betätigten Spannköpfe sorgen mit Kraft verstärkender Wirkung und Auszugssicherung für hohe und sichere Spannkräfte. Sehr hohe Wechselgenauigkeiten erlauben den präzisen Einsatz in Bearbeitungszentren und Transferstraßen, so der Hersteller.

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Damit bietet der Spezialist für Spannzeuge Maschinenherstellern eine Alternative für die Ausrüstung zur automatisierten Bearbeitung von mehreren, auf Paletten gespannten Werkstücken. „Die Automatisierung von Bearbeitungsprozessen ist das beherrschende Thema unserer Zeit. Wir wollen unsere Kunden dabei mit unserem Know-how nach Kräften unterstützen“, betont Röhm-Produktmanager Dipl.- Ing. (FH) Eugen Hangleiter, der immer nah an den Kundenbedürfnissen ist.

Spannköpfe besonders für Bearbeitungszentren und Transferstraßen geeignet

Mit den neuen, federbetätigten Spannköpfen habe Röhm neue Produkte zum Spannen von Werkzeugpaletten entwickelt. Die sehr hohen Anzugskräfte und Wechselgenauigkeiten prädestinierten die neuen Spannköpfe für den Einsatz in Bearbeitungszentren und Transferstraßen.

Als Ergänzung zum voll hydraulisch betätigten Spannkopf hat der Hersteller die neuartigen, mechanisch betätigten Spannköpfe entwickelt. Sie dienen zur Aufnahme der ebenfalls erhältlichen passenden Werkstückpaletten. Die Segmentspannzange entfaltet eine Kraft verstärkende Wirkung, die über einfache Schraubenfedern betätigt wird, erläutert der Hersteller.

Mehrfache Einzugskraft von hydraulisch spannenden Köpfen

Damit ergibt sich gegenüber hydraulisch spannenden Köpfen ein Mehrfaches an Einzugskraft. Die Segmentspannzange verriegelt mechanisch und aktiviert dadurch ohne weitere Zusatzelemente eine Auszugssicherung. Die Hydraulik wird somit lediglich im Stillstand zum Lösen der Verriegelung benötigt. Durch die Anwendung von Schraubenfedern ist der Körper des Spannkopfes rundum verrippt. Das erhöht die Stabilität.

Die Werkstückpaletten werden mit den passenden Aufnahmeflanschen und Anzugsbolzen an der Unterseite auf die Aufnahmekegel der Spannköpfe aufgesetzt und zentriert. Dabei drücken die Anzugsbolzen den federbelasteten Verschlussdeckel der Spannköpfe zurück. Die Spannung aktiviert sich sofort, wenn der Lösedruck abgeschaltet wird. Dabei bewegen die Federn über die Lösekolben den Anzugsbolzen. Die Segment-Spannzange schließt sich um den Anzugsbolzen.

Spannschrägen verstärken Wirkung der Federkraft

Die Wirkung der Federkraft wird am Ende des Vorgangs durch entsprechende Spannschrägen um ein Mehrfaches verstärkt. So wird die Palette über den Anzugsbolzen auf den Aufnahmekegel gezogen und mechanisch verriegelt. Während des Spannvorgangs wird der Raum um die Segmentspannzange und der Aufnahmekegel mit Blasluft gereinigt, um eventuell vorhandene Späne zu entfernen. Die Spannstellung kann über die Luft-Anlagekontrolle geprüft und das Ergebnis von der Maschinensteuerung verarbeitet werden.

Die federbetätigten Spannköpfe gibt es in zwei Ausführungen, je eine mit 125 und 140 mm Durchmesser sowie mit 20 und 40 kN Einzugskraft. Die Spannköpfe wiegen 6 und 8 kg. Maschinenhersteller, so heißt es weiter, haben mit den neuen Produkten eine Alternative zur hydraulischen Spannung, wenn größere Einzugskräfte benötigt werden.

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