Präziser schleifen

Feinwuchten von Schleifscheiben muss kein Hexenwerk sein!

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Viele Vorteile winken durch ausgewuchtete Werkzeuge

Mit gewuchteten Schleifscheibensätzen kann man um 25 bis 30 % höhere Vorschübe fahren, betont Haimer weiter. Die Standzeiten und Abrichtzyklen der Scheiben sollen sich in gleichem Maße verlängert haben. Anwender bestätigen, wie es heißt, auch eine gesteigerte Qualität der damit hergestellten Hochleistungs-HSS- und -VHM-Werkzeuge. Insbesondere beim Schleifen von Werkzeugen aus Vollhartmetall seien die Auswirkungen des Wuchtens besonders positiv. Denn das Material ist sehr spröde und darf keinen Schlag bekommen, sonst kommt es zu Haarrissen, die zum Werkzeugbruch führen können, heißt es weiter.

Die Qualitätsverbesserung lässt sich nicht nur am Ausbleiben solch schwerer Schäden registrieren. Denn aufgrund der besseren Qualität von Oberflächen und Schneiden erreichen die hergestellten Werkzeuge bei längere Standzeiten und erlauben teilweise die Bearbeitung anspruchsvollerer Materialien und kleiner Durchmesser, sagt Haimer.

Auswuchten lohnt sich auch wirtschaftlich

Dass sich das Wuchten von Werkzeugsystemen lohnt, belegt Haimer mit einer einfachen Rechnung: Eine moderne Werkzeugschleifmaschine kostet pro Stunde crica 100 Euro (einschichtiger Betrieb, 1600 h Laufzeit pro Jahr). Bei einer Steigerung der Schleifleistung durch Wuchten von nur 10 Prozent spart man 10 Euro pro Stunde. Das sind 16.000 Euro pro Jahr und Bearbeitungszentrum. Erfahrungen aus der Haimer eigenen Produktion und Berichte von Kunden, die ihre Schleifscheiben seit langem auswuchten, belegen noch höhere Produktivitätssteigerungen durch das Wuchten. Einsparungen durch verbesserte Oberflächengüte, höhere Maßgenauigkeit und weniger Maschinenstillstände kommen noch dazu.

Die Familie der Tool-Dynamic-Baureihe hat auch „Smartes“ zu bieten

Die Tool Dynamic Baureihe umfasst zahlreiche Ausbaustufen bis hin zur universellen CNC-Auswuchtmaschine TD Automatic, die den Unwuchtausgleich direkt in einer oder zwei Ebenen automatisch vornimmt. Die jüngste Entwicklung ist die Tool Dynamic Preset Microset, die Auswucht- und Voreinstelltechnik ideal kombiniere. Die Spannung des Werkzeugs erfolgt in der hochpräzisen Auswuchtspindel mit dem patentierten Adaptersystem von Haimer. Die Kanten der Schleifscheiben können bei dieser Maschine mithilfe eines Kantentasters optimal vermessen werden.

Diese Maschine gibt es ganz neu auch in Industrie-4.0-Ausführung. Hierbei wird die ermittelte, maximal zugelassene Drehzahl des Schleifscheibenpakets direkt in die Steuerung der Schleifmaschine automatisiert übertragen, so dass dann produktiv in zugelassener Maximaldrehzahl auf der Maschine gefahren wird, ohne aber darüber hinauszugehen.

Um den Wuchtvorgang möglichst kosteneffizient, einfach und schnell zu gestalten, bietet der Hersteller spezielle Zubehörteile an. Dazu gehört unter anderem ein komplettes Sortiment an Schleifscheibenaufnahmen für Werkzeugschleifmaschinen aller gängigen Fabrikate: unter anderem Vollmer, Walter, Isog, UWS Reinecker und Rollomatic. Aber auch für die im Trend liegenden Multitaskingmaschinen, in die außer Fräs- und Dreh- jetzt auch die Schleifprozesse integriert wurdem, hat Haimer mittlerweile ein Programm an passenden Aufnahmen zu bieten.

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