Kommunikationstechnologie
Fenster in die gesamte Anlagenstruktur

Von Peter Wienzek, Business Development Manager Systems IoT bei ifm, Mitglied verschiedener IO-Link-Arbeitskreise und Co-Autor des Buches IO-Link 6 min Lesedauer

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Wenn es darum geht, Sensoren und Aktoren in beliebige Feldbussysteme zu integrieren, führt wohl kaum ein Weg an IO-Link vorbei. IO-Link öffnet quasi ein Fenster in die gesamte Anlagenstruktur. Wie aber funktioniert die Technologie eigentlich?

IO-Link öffnet ein Fenster in die gesamte Anlagenstruktur – von der Steuerung bis auf die unterste Sensor-Aktor-Ebene. (Bild:  ifm)
IO-Link öffnet ein Fenster in die gesamte Anlagenstruktur – von der Steuerung bis auf die unterste Sensor-Aktor-Ebene.
(Bild: ifm)

Der Anschluss von einfachen, preissensitiven Sensoren, wie etwa Strömungs- oder Vibrationssensoren, in Automatisierungssysteme war über viele Jahre nicht ohne erheblichen Aufwand möglich. Seit etwa zehn Jahren steht mit IO-Link eine weltweit standardisierte Technologie (IEC 61131-9) zur Verfügung, um mit Sensoren, Aktoren und Automatisierungsgeräten digital zu kommunizieren. Wichtig dabei: IO-Link ist kein Feldbus, sondern die evolutionäre Weiterentwicklung von analogen und binären Geräten hin zu smarten Sensoren und Aktoren. Diese können zusätzlich zu Prozesssignalen auch Service-, Wartungs- und Parametrierdaten übermitteln.

Die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation basiert dabei auf dem schon lange etablierten 3-Leiter-24-Volt-Sensor-Anschluss, und zwar ohne zusätzliche Anforderungen an das Kabelmaterial. IO-Link kommt also ohne geschirmte Leitungen aus. Durch die einfache 3-adrige Verdrahtungstechnik entfallen viele Klemmpunkte. Über einen M12-Stecker können bis zu 32 Messwerte oder andere Daten zu einem Gerät übertragen werden. Dies war in der Vergangenheit mit Analogtechnik wirtschaftlich nicht abbildbar.