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Fertigungstechniken bestimmen CAD/CAM-Programmierung

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CAD/CAM-Programmierung auf dem Weg zur digitalen Fabrik

Die digitale Fabrik ist nicht mehr nur visionäres Schlagwort. Viele Unternehmen haben ihre IT-Infrastruktur bereits vernetzt, mit dem Ziel ,Produktentwicklung, Produktionsplanung und Fertigung zu optimieren. Cimatron kann nahtlos in das Konzept integriert werden. „Wir bieten unseren Kunden für den Bereich Konstruktion und Fertigung zahlreiche Simulationsmöglichkeiten“, sagt Dombert. So können Bewegungsabläufe von Spritzguss- oder Stanzwerkzeugen kinematisch dargestellt oder bei der NC-Programmierung Materialabtrag und der Maschinenkinematik simuliert werden.

Aufgrund der 3D-Daten, die den gesamten Prozess aller wesentlichen Fabrikprozesse und -ressourcen in Verbindung mit dem Produkt von A bis Z durchlaufen, ist nach Angaben von Dassault die digitale Fabrik schon komplett definiert. Das NC-Programm wird bereits heute komplett digital überprüft.

CAD/CAM-Programmierung bildet gesamte Fertigung digital ab

Mit den aktuellen Programmiermöglichkeiten lässt sich ein Angebot von der Arbeitsvorbereitung mit einer Genauigkeit bis zu 90% erstellen. „Innerhalb der CAD/CAM-Programmierung lässt sich die gesamte Fertigung digital abbilden“, so Rommelfanger. Das sei gerade bei komplexen Maschinen sehr wichtig.

Stute sieht die digitale Fabrik als seit Jahren bestehenden Wunsch, an dessen Umsetzung bis heute intensiv gearbeitet wird. „Die CAD/CAM-Programmierung hat innerhalb dieses Prozesses einen wichtigen, aber kleinen Anteil“, so Stute. „Ich denke, dass wir im CAD/CAM-Bereich unsere Hausaufgaben diesbezüglich schon ganz gut gemacht haben. So haben wir verschiedene Virtualisierungsmodelle wie die Maschinensimulation innerhalb unserer neuesten Softwaregeneration Mastercam X5 standardmäßig implementiert.“

Im Sinne einer verteilten Fertigung ist Cloud Computing schon heute Realität

Im Sinne einer verteilten Fertigung, bei der unterschiedliche Personen in verschiedenen Organisationen über die Kontinente hinweg am selben Bauteil oder einer Maschine arbeiten, ist Cloud Computing schon heute Realität. Rommelfanger würde in diesem Zusammenhang aber eher von Cloud Production sprechen: „Aufgrund der durchgängigen Datenbasis bei dem V6-Portfolio ist sichergestellt, dass alle Beteiligten mit denselben Daten arbeiten, die stets auf dem aktuellen Stand sind, egal an welcher Stelle Änderungen vorgenommen wurden.“

Beim Cloud Computing sind laut Stute immer noch einige Grundprobleme zu lösen: „Diese sehe ich vor allem in den hohen technischen und infrastrukturellen Anforderungen, beispielsweise an Hardware und Netzwerk.“ Andererseits sind die Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes noch nicht vollends geklärt. Bis zur vollständigen Klärung, bleiben aus Stutes Sicht Cloud Computing und flächendeckende digitale Fabrik ein Wunschgedanke. „Trotzdem sehen wir als CAD/CAM-Lösungsanbieter natürlich ein großes Potenzial für unsere Kunden."

CAD/CAM-Daten müssen gut gesichert werden

Dombert weist ebenfalls auf die Frage nach der IT-Sicherheit hin. Es gibt Anwendungen und Daten, die man auf externe Rechenzentren auslagern kann. Bei CAD/CAM-Daten handelt es sich in der Regel aber um Entwicklungs- und Fertigungsknowhow. „Unsere Kunden arbeiten auf lokalen Rechnern und Netzwerken“, sagt Dombert.

Mastercam wird die Neuheiten rund um die kommende Softwaregeneration Mastercam X6 präsentieren mit Fokus auf die neuen Bearbeitungsstrategien. Auf das aktuelle Softwareportfolio und eine Livepräsentation von Robotmaster dürfen sich die Besucher außerdem freuen.

Cimatron zeigt dort die Superbox. Auf dem Hochleistungsrechner nach dem Plug-and-play-Prinzip wird Cimatron-E installiert sein. Für den Bereich Teilefertigung stellt das Unternehmen Virtual Gibbs Highlights in den Bereichen Turmbearbeitung und Programmierung von MTM-Maschinen vor.

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* Angela Scheufler ist Fachjournalistin und Geschäftsführerin des AS Presse Service, 91077 Neunkirchen a. Brand

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