Stama Fertigungstiefe deutlich ausgebaut
Für mehr Eigenregie in der Komponentenfertigung und eine weitere Verkürzung der Lieferzeiten seiner Bearbeitungszentren hat die Stama GmbH, Schlierbach, die Fertigungstiefe ausgebaut. Die Grundgestelle und Fahrständer aller Baureihen werden auf einem neuen Portalfräszentrum Multitec 3000 FT von Waldrich Coburg bearbeitet. Dafür investierte der Schlierbacher Werkzeugmaschinenhersteller insgesamt rund 3 Mio. Euro.
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Das Fräszentrum ist mit zwei Tischen ausgestattet, wobei jeder eine Gesamtlast von 10 t tragen kann. Bei höheren Gewichten werden beide Tische zu einem verbunden, was zum Beispiel bei den zwei Fahrständern der neuen Tandem-Generation zum Tragen kommt. Die insgesamt 274 Werkzeugplätze der Multitec werden mit einem Kuka-Roboter verwaltet. Eine horizontale und eine vertikale Spindeleinheit ermöglichen in Kombination mit den Frässpindelaufsätzen für höhere Drehmomente viel Freiheit für eine Komplettbearbeitung in zwei Spannlagen.
Seit Anfang März ist das neue Fräszentrum bei Stama in Betrieb und bis dato sind die Ergebnisse noch besser als erwartet. Zum Beispiel werden die sechs verschiedenen Gussvarianten der Stama-Fahrständer jetzt in zwei Spannlagen mit Losgrößen von je 10 Stück zunächst alle in der ersten und dann in der zweiten Spannlage komplett bearbeitet.
Bearbeitungszeit der Fahrständer reduzierte sich um 30%
Die reine Bearbeitungszeit pro Fahrständer beträgt sieben Stunden, Rüstzeit sowie Be- und Entladen stehen mit etwa drei Stunden zu Buche. Das scheint auf den ersten Blick viel Zeit, ist aber bei der Komplexität und den Genauigkeitsanforderungen der Bearbeitung ein sehr guter Wert. Zumal mit der Neuanschaffung der Multitec das gesamte Fertigungskonzept mit neuen Augen betrachtet und unter anderem die Werkzeugtechnologie unter die Lupe genommen wurde: Hier konnte man durch Optimierung 30% an Bearbeitungszeit einsparen.
Bei den 20 Varianten an Grundgestellen, deren Bearbeitung nach und nach wieder zurück in die eigene Fertigung geholt wird, verspricht sich Stama eine ebenso erfolgreiche Umsetzung der gesteckten Ziele von mehr Flexibilität und Schnelligkeit bei der Bearbeitung und der höheren Präzision der in Eigenregie bearbeiteten Komponenten.
„Trotz einer hohen Standardisierung der Komponenten, die in Stama-Bearbeitungszentren verbaut werden, wächst der Anteil kundenspezifischer Auslegungen stetig“, so Produktionsleiter Ewald Zobel. Mit der neuen Multitec ist Stama nun in der Lage, neben den Standard-Grundgestellen und -Fahrständern auch individuelle Komponenten flexibler und schneller zu fertigen. „Das bedeutet, zu der bewährten Qualität und Zuverlässigkeit zusätzlich in Sachen Termintreue bei unseren Kunden zu punkten“, freut sich Zobel.
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