Flexibles Fertigungssystem

FFS bringt Sondermaschinenbau und Lohnfertigung unter einen Hut

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Die große Bandbreite an zu bearbeitenden Materialien schlägt sich auch in der Anzahl der Werkzeuge nieder. Die Maschinen verfügen diesbezüglich über die denkbar höchste Ausbaustufe.

Software übernimmt detaillierte Befehle für den Werkzeugwechsel

Für die Werkzeugverwaltung selbst hat sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Softwarehersteller des Produktionsplanungs-und-Steuerungs-(PPS-)Systems etwas Besonderes ausgedacht: Muss etwa ein Spezialwerkzeug für eine Bearbeitung vom BAZ auf die andere Maschine wechseln, übernimmt ein Programm über entsprechende Befehle diesen Werkzeugwechsel, bis hin zur Definition des Ports, an dem das Werkzeug in der Zielmaschine abgelegt werden soll.

Weil der Bediener eines BAZ mit diesem Programm in einem Dialog Schritt für Schritt durch alle notwendigen Aktivitäten für einen Werkzeugtransfer geführt wird, können potenzielle Bedienfehler minimiert und Werkzeugkosten eingespart werden.

Hohes Maß an Sicherheit und Termintreue wird sichergestellt

Mit den beiden BAZ von Makino konnte Böhmer insgesamt acht ältere Maschinen ablösen. Selbst wenn die Zahl der benötigten Vorrichtungen steigt und damit die Investitionen in ein solches Flexibles Fertigungssystem inklusive BAZ im Vergleich zu mehreren anderen Maschinen sich ungefähr die Waage halten, ergeben sich durch eine solche Anlage entscheidende Vorteile, denn dadurch habe man zwei redundante Maschinen mit identischen Steuerungen, Programmen und Werkzeugen.

Die Prozesse sind jederzeit hochgradig reproduzierbar, was mit unterschiedlichen Maschinen nie möglich ist. Sollte zudem einmal ein BAZ ausfallen, könnte man dessen Job ohne Probleme auf die andere Maschine schieben. Für das Unternehmen und damit auch für seine Kunden bedeutet das hohe Sicherheit und Termintreue.

Lohnende Investitionen mit viel Potenzial für die Zukunft

Für das Unternehmen Böhmer haben sich die Investitionen in die BAZ im Zusammenspiel mit dem Flexiblen Fertigungssystem von Fastems auf jeden Fall gelohnt. Und auch die Mehrinvestition in ein kombiniertes HD-/MD-System hat das Unternehmen nicht bereut: Das System ist ausgelastet und wurde bereits erweitert.

Mit der Kombination aus HD- und MD-System steht einem Ausbau nichts im Wege. Es wäre fatal, sich durch fehlende Investitionsbereitschaft die Option zu nehmen, eventuell ein großes BAZ in das System zu integrieren. Wenn man bedenkt, dass eine solche Anlage auf eine wirtschaftliche Automation über eine Laufzeit von 20 Jahren ausgelegt ist, sollte man sich nicht zwangsläufig einschränken. Würde man eine kleinere Ausbaustufe wählen, wäre sonst bei einer späteren Anschaffung eines großen BAZ der Umbau des Systems notwendig.

* Pekka Tuhkanen ist Geschäftsführer der Fastems GmbH in 73037 Göppingen

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