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Zahl der Mitarbeiter hat sich im Sanierungsprozess erhöht
Nach dem Erwerb – übrigens ganz ohne staatliche Bürgschaften – wurde ein Restrukturierungsprogramm mit Fokus auf die Gemeinkosten, die Einführung der 40-Stunden-Woche und eine Reduzierung des Personals im Fertigungsbereich realisiert. Das war nötig, weil die Fertigung in erster Linie nur einen der drei Bereiche unterstützt hatte und zur Auslastung tendenziell eher margenschwache, manuell aufwändige, zugleich aber wenig Know-how-intensive Aufträge angenommen werden mussten.
Für das heute international ausgerichtete Engineering-Unternehmen spielen Ingenieurleistungen bei den größtenteils nach Kundenvorgaben gebauten Anlagen die entscheidende Rolle. Der Anteil der Beschäftigten hat sich im Sanierungsprozess entsprechend geändert.
Beim Einstieg von Bavaria lag die Mitarbeiterzahl bei 133. Durch Einbindung und Engagement der vorhandenen Mitarbeiter ist unter Leitung von Geschäftsführer Dr.-Ing. Peter Engelmann die Mitarbeiterzahl auf 145 angewachsen.
Nach der Sanierung ist die Zahl an Ingenieuren und Konstrukteuren auf 75 gestiegen. Dieser Anteil soll weiter ausgebaut werden. Angesichts der knappen Fachkräfte am Arbeitsmarkt werden Hochschulkontakte intensiviert, um auf diese Weise an junge Fachkräfte zu kommen.
Dank Finanzinvestor für den Boom in China gerüstet
Rund 70% des Umsatzes von L&E werden heute im Ausland erzielt. Vor allem China ist einer der Wachstumsmärkte. In Shanghai errichtete das Unternehmen 2007 eine eigene Fertigungs- und Montagehalle mit einer Grundfläche von 1200 m² und derzeit 14 Mitarbeitern, so dass das gesamte Produktspektrum in China hergestellt werden kann.
Kundenprojekte laufen dort zum Beispiel bei Nine Dragons Paper, Stora Enso, Kurz oder BMW Brilliance mit einer Anlage zur Oberflächentechnik. Das Joint-Venture zwischen dem chinesischen Autobauer Brilliance China Automotive und BMW produziert in China den BMW 3er und 5er. Ein weiterer Kunde ist Shanghai Volkswagen Automotive.
Nach Einstieg des Finanzinvestors rasche Rückkehr in die Gewinnzone
Der Ausbau der internationalen Aktivitäten wird mit der Einrichtung einer Niederlassung in Indien noch in diesem Jahr fortgesetzt. Der Turnaround wurde bei L&E relativ schnell erreicht. Schon seit 2005 arbeitet das Unternehmen wieder profitabel.
Bavaria-CEO Reimar Scholz ist deshalb stolz auf den so genannten Track Record. Mit diesem Begriff beschreiben Beteiligungsgesellschaften die Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte und die Schnelligkeit, mit der der Turnaround bei einem Firmeninvestment erreicht wurde. Nach jahrelangen Verlusten wurde das Unternehmen innerhalb eines Jahres in die Gewinnzone geführt.
Dr.-Ing. Peter Engelmann ist Geschäftsführer der Langbein & Engelbracht GmbH, 44879 Bochum.
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