Kugelbuchsen

Flanschkugelbuchsen ersetzen Linearführungen beim Lackieren

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Ist eine Anlage im Dreischichtbetrieb für einen Lackiertakt von 250 Teilen pro Minute ausgelegt, „laufen“ die Buchsen über 5000 h im Jahr. Die Führung mit Spritzeinheit legt damit in diesem Zeitraum rund 16500 km Hubweg zurück.

Laufruhe und Verfahrgenauigkeit beeinflussen Lackierqualität

Sprimag baut in Lackieranlagen vier Wellen mit je zwei Drehmoment-Flanschkugelbuchsen ein. Sie werden montagefertig geliefert. Es ist nur noch die Bearbeitung der Führungsstangen auf Länge erforderlich. Als Standardelemente sorgen sie für Laufruhe und hohe Positionsgenauigkeit.

Insbesondere bei der Innenbeschichtung von Tuben ist das wichtig, damit die Sprühlanzen dazu zielgenau in die schlauchartigen Verpackungen hineinfahren können. Dabei reicht der Durchmesser der Tuben bis hinab zu 9 mm. Kleinste Schwingungen könnten die Lanzen von der optimalen Position abbringen. Eine schlechte Lackierqualität wäre die Folge.

Verpackungstuben werden im Tiefziehverfahren hergestellt

Die Verpackungstuben bestehen aus Aluminium. Sie werden im Tiefziehverfahren hergestellt. Mit Gewindering und Beschnitt versehen, kommen sie in die Anlagen von Sprimag, die im Allgemeinen Bestandteil kompletter Fertigungslinien sind (Bild 3). In den Anlagen nehmen Vakuumtrommeln die Tuben auf und „stoßen“ sie ins Spannfutter, die auf bis zu 3000 min–1 beschleunigt werden.

Zum Lackieren fahren dann die Spritzeinheiten, die mit einer Düsenverlängerung ausgestattet sind, in das Tubeninnere. Der Lack muss gleichmäßig bei dünner Schichtdicke verteilt werden. Außer Verpackungstuben werden auch Aerosoldosen und Getränkeflaschen mit Sprimag-Anlagen innen beschichtet.

Dr. Rainer Widmann ist Marketingleiter bei der Dr. Erich Tretter GmbH & Co. in Rechberghausen. Dietmar Ramminger ist Konstruktionsleiter bei der Sprimag Spritzmaschinenbau GmbH & Co KG in Kirchheim/Teck

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