Spritzgießen Flexible Maschinenauslegung als Schlüssel für Wirtschaftlichkeit

Autor / Redakteur: Kirsten Haubert / Kirsten Nähle

Für ein effizientes Spritzgießen ist die Weiterentwicklung der Modularität eine zentrale Herausforderung der Maschinenhersteller. Was vor fünf Jahrzehnten beim Hersteller Arburg begann, wurde bis heute zum Baukasten für eine 
anwendungsspezifische Auslegung bis hin zur Maschinenperipherie ausgebaut.

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Herbert Kraibühler, Geschäftsführer Technik bei Arburg: „Für eine wirtschaftliche Spritzteilfertigung ist es unabdingbar, die Spritzgießmaschinen optimal auszulegen." (Bild: Arburg)
Herbert Kraibühler, Geschäftsführer Technik bei Arburg: „Für eine wirtschaftliche Spritzteilfertigung ist es unabdingbar, die Spritzgießmaschinen optimal auszulegen." (Bild: Arburg)

Es kommt sicher nicht allzu oft vor, dass einer Spritzgießmaschine eine Sonderausstellung auf der Fakuma gewährt wird. Aber das Jubiläum seiner „Allrounder“ war für den Loßburger Maschinenbauer Arburg Anlass genug, um auf der Messe zu feiern. Schließlich hat das Allrounder-Prinzip den Grundstein für die heutige Modularität der Spritzgießmaschinen gelegt.

Erfolgsgeschichte der Allrounder begann vor 50 Jahren

Darauf basierend werden heute einzelne standardisierte Maschinenkomponenten flexibel zu einem Gesamtsystem zusammengesetzt. Diese hohe Anpassungsfähigkeit an vielfältige Produktanforderungen und an neue Produktionsbedingungen ermöglicht es, kunden- und branchenspezifische Maschinen und Fertigungszellen wirtschaftlich anzubieten.

Die 50-jährige Erfolgsgeschichte der Allrounder begann mit der Erfindung des Allrounder-Prinzips – dem Auftrennen der Spritzgießmaschine in eine schwenkbare Schließeinheit und eine umsteckbare Spritzeinheit.

Erstmals konnten so Verarbeiter mit einer Maschine verschiedene Arbeitsstellungen realisieren. Das ermöglichte zudem die Kombination aus horizontal und vertikal angeordneter Spritzeinheit und bereitete damit dem Mehrkomponenten-Spritzgießen den Weg.

Breites Anwendungsspektrum 
wird über Modularität erschlossen

Heute unterstreicht das breite Anwendungsspektrum, das unter anderem die Mehrkomponententechnik, das LSR-Spritzgießen, die Reinraumtechnik und die Fertigung anspruchsvoller Hybridteile umfasst, das hohe Potenzial der modularen Allrounder-Maschinen. Sie bieten den Verarbeitern in Bezug auf Schließkraft, Spritzaggregat oder Schneckendurchmesser eine große Auswahl und zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten. „War 1961 der Allrounder ‚eine‘ Maschine für alle Anwendungen, lässt sich heute dank unserer Modularität für jede Anwendung die ideale Maschine individuell konfigurieren“, schildert Herbert Kraibühler, Geschäftsführer Technik bei Arburg, und ergänzt: „Für eine wirtschaftliche Spritzteilfertigung – qualitativ hochwertig bei geringen Stückkosten – ist es unabdingbar, die Spritzgießmaschinen produktspezifisch optimal auszulegen.“

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