Autogipfel-Ergebnisse Harten Einschnitt bei Verbrennern wird es nicht geben

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bundeskanzler Friedrich Merz setzt zwar auf den weiteren Ausbau der Elektromobilität, will aber eine flexiblere Übergangsphase für die Autoindustrie.

Gestern trafen sich Vertreter der Automobilbranche mit der Politik zum sogenannten Autogipfel. Diskutiert wurde vor allem das von der EU geplante Verbrennerverbot ab 2035. Lesen Sie hier, was dabei herauskam und warum ...(Bild:  B. Jennson)
Gestern trafen sich Vertreter der Automobilbranche mit der Politik zum sogenannten Autogipfel. Diskutiert wurde vor allem das von der EU geplante Verbrennerverbot ab 2035. Lesen Sie hier, was dabei herauskam und warum ...
(Bild: B. Jennson)

Die stark exportorientierte deutsche Autoindustrie mit ihren rund 770.000 Beschäftigten und 540 Milliarden Euro Jahresumsatz ist in der Krise. Sie hat mit einer Absatzflaute, wachsender Konkurrenz aus China und Problemen beim Wandel zur Elektromobilität zu kämpfen, wie man weiß. Dazu kommen EU-Klimaschutzvorgaben und exorbitante Zölle für Exporte in die USA. Der Gewinn bricht ein, man setzt auf Sparkurse und streichen Stellen, was auch im Sektor der Zulieferer geschieht. Da hängt halt viel dran, an dieser Branche.

Elektromobilität ja, doch nicht mit aller Gewalt

Gestern fand der sogenannte Autogipfel statt, bei dem über die Zukunft der Mobilität diskutiert wurde. Mit dabei waren diverse Branchenvertreter, wobei ein besonderer Fokus auf das in der EU geplante Verbot für Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotor lag. „Einen harten Schnitt 2035 darf es nicht geben“, mahnte Bundeskanzler Friedrich Merz. Er zwar, dass Elektroantriebe sozusagen den Hauptkurs definieren, doch ist es auch richtig, dass es Zeit für die Markteinführung braucht. Der Kanzler wolle dazu aufrufen, auch andere Formen klimaneutraler Antriebe voranzutreiben. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) kommentierte: „Wir wollen nicht mit dem Kopf durch die Wand, es braucht mehr Flexibilität und Pragmatismus, um eine starke Branche zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.“

VW-Chef Blume begrüßt die Kanzleraussagen

Volkswagenkonzern-Chef Oliver Blume zweifelt übrigens daran, dass das von der EU geplanten Verbrennerverbot etwas nützt: „Aus heutiger Perspektive ist das Ziel, wie es für 2035 gesetzt wurde, unrealistisch.“ Deshalb brauche man die von Merz geforderte Flexibilität. Man müsse sich – vor allem losgelöst von Ideologien – zunächst anschauen, was erreicht werden könne. Unzweifelhaft sei der Klimaschutz wichtig. Den Zeitraum ab 2035 müsse man aber strecken, was auch im Sinne der Technologieoffenheit sei. Alles, was zur Dekarbonisierung beiträgt, soll laut Blume dafür mobilisiert werden. Aus der Branche kamen zuletzt etwa die Vorschläge, zum Beispiel Plug-in-Hybride und Wagen mit Range Extendern von dem Verbot auszunehmen. Bei Letzteren erhöht lediglich ein kleiner Verbrennungsmotor die Reichweite von E-Autos. Von Brennstoffzellen-Stromern hörte man leider kein Wort, obwohl jene die beste Alternative mit Blick auf die schweren Batterie und ihre fragwürdigen Inhaltsstoffe sein dürften. Japan macht es Europa bereits wieder vor ...

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