Um der Jobs Willen IG Metall und VDA plädieren für Elektroauto-Unterstützung

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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In der Krise der Autoindustrie fordern IG Metall und der Branchenverband VDA eine Offensive der Politik und weniger Regulierung in Europa, wenn es um Elektroautos geht.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und die Gewerkschaft IG Metall gehen Hand in Hand, wenn es darum geht, Elektrofahrzeugen den Weg in die Gesellschaft zu erleichtern. Folgendes wird von beiden gefordert ...(Bild:  Volkswagen)
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und die Gewerkschaft IG Metall gehen Hand in Hand, wenn es darum geht, Elektrofahrzeugen den Weg in die Gesellschaft zu erleichtern. Folgendes wird von beiden gefordert ...
(Bild: Volkswagen)

Die E-Mobilität bleibt zwar der zentrale und richtige Weg, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung der deutschen Automobilindustrie und ihrer Standorte in der Zukunft zu sichern, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von VDA und der Gewerkschaft. Doch für einen schnellen Hochlauf der E-Mobilität sind die Rahmenbedingungen ungenügend, kritisiert man vor einem Treffen der EU-Kommission mit Industrievertretern, das am 12. September geplant ist. Die Politik müsse demnach endlich die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität in ganz Europa schnell und umfassend verbessern. Sie müsse außerdem die CO2-Regulierungen flexibilisieren.

Rund 50.000 Stellen im Autosektor sind schon verloren

Gewerkschaft und Autoverband verwiesen dabei auf die in der Krise befindliche Autobranche, die unter einem Giftcocktail aus Absatzflaute, Konkurrenz aus und in China sowie unter hohen US-Zöllen leidet. Aktuell gehen jeden Monat in Deutschland Arbeitsplätze in der Automobilindustrie verloren, wie man warnt. Von Juni 2024 bis Juni 2025 waren es über 50.000 Stellen, die schon dahin sind, wie man präzisiert. Nötig seien deshalb ein pragmatischer Umgang mit Hybridtechnologien und erneuerbaren Kraftstoffen. So können europaweit bis zu 200.000 Jobs gesichert werden, wie die Experten vorrechnen.

Geplantes Verbrennerverbot bereitet Bauchschmerzen

Konkret fordern IG Metall und VDA unter anderem Steueranreize zum Kauf von E-Autos sowie einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur und billigeren Ladestrom. In Politik und Wirtschaft werden derzeit auch die Rufe nach einer Abkehr vom geplanten Verbot neuer Verbrenner in der EU ab 2035 stetig lauter. Denn einseitige politische Festlegungen auf bestimmte Technologien seien nicht nur für diese Branche grundsätzlich der falsche wirtschaftspolitische Weg, wie vor ein paar Tagen der Bundeskanzler Friedrich Merz auf der IAA argumentiert hat.

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