Industrieanlagen Flexibles Isoliermaterial dichtet selbst komplexe Rohrleitungen

Autor / Redakteur: Alexander Papadimitriou und Hans-Peter Paulsen / Kirsten Nähle

Wo herkömmliche Werkstoffe zur Abdichtung oder Dämmung an komplexen Industrieanlagen versagen, bietet ein Elastomer-Isoliermaterial Abhilfe. Der Werkstoff ist jederzeit wiederverwendbar, umweltverträglich und aufgrund seiner langen Haltbarkeit auch ökonomisch eine Alternative.

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Bild 1: Mit dem Material erreicht man eine Isolierung von verwinkelten Leitungen bei Temperaturen bis zu 250 °C. Aber auch bei -50 °C ist das Material flexibel. Dabei reichen 10 mm Materialdicke, damit der Wärmeverlust um 50% reduziert wird. (Bild: Conti-Tech)
Bild 1: Mit dem Material erreicht man eine Isolierung von verwinkelten Leitungen bei Temperaturen bis zu 250 °C. Aber auch bei -50 °C ist das Material flexibel. Dabei reichen 10 mm Materialdicke, damit der Wärmeverlust um 50% reduziert wird. (Bild: Conti-Tech)

Die Industrie ist bereits lange auf der Suche nach einem flexiblen Isoliermaterial, das Wärmeverluste an komplexen Industrieanlagen nachhaltig eindämmt. Denn der größte Teil von Produktionsanlagen in der Energiewirtschaft, Chemie-, Aluminium- oder Stahlindustrie, der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie arbeitet für den Fertigungsprozess mit heißem Dampf. Diese Medien werden durch lange Rohrleitungen zu ihrem Bestimmungsort geführt.

Bisher konnten Bertreiber von Industrieanlagen zur Isolierung nur auf Mineralwolle, Blecheinhausungen oder speziell hergestellte Formteile zurückgreifen. Aufwendige Reparaturen bei Undichtigkeiten und Verbrennungen bei der Montage waren oft die Folge. Die Wärmeisolierung mit dem hochflexiblen Isoliermaterial Conti-Thermo-Protect von Conti-Tech Elastomer Coatings gestaltet sich nun wesentlich einfacher, effizienter und nachhaltiger – gerade auch bei stark verwinkelten Leitungssystemen.

Vollständige Isolierung von schlecht zugänglichen Stellen

Jedes Unternehmen hat ein großes Interesse daran, unter Umwelt-, Effizienz- und Kostengesichtspunkten eine möglichst geschlossene Wärmedämmung zu erreichen. Für die schlecht zugänglichen Stellen der Rohrleitungssysteme, beispielsweise an Ventilen oder an V- und T-Stücken, wo es bisher kein passendes Dämmmaterial gab und es darum zu hohen Energieverlusten kam, hat der Unternehmensbereich Elastomer Coatings von Conti-Tech eine qualitativ, ökologisch und ökonomisch einmalige Lösung entwickelt, die in der Lage ist, eine durchgehende und vollständige Isolierung solcher Anlagen zu gewährleisten (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Aufgrund seiner speziellen mikroporösen Struktur ist das Material sehr gut zu verarbeiten: Es kann problemlos um jede Art von Abzweigungen geformt oder gewickelt werden, haftet und vulkanisiert dann dauerhaft bei 130 °C aufgrund der Wärme des Mediums selbstständig, sodass daraus ein stabiles Format entsteht.

Material zur Rohrisolierung von –50 °C bis 250 °C flexibel

Von Beginn der Isolierung an ist eine zuverlässige Wirkung bei Temperaturen bis zu 250 °C gegeben. Aber auch bei -50 °C ist das Material noch flexibel. Dabei reichen allein 10 mm Materialdicke, damit der Wärmeverlust um etwa 50% reduziert wird (Bild 1). Die Entwickler von Conti-Tech Elastomer Coatings arbeiten bereits an der nächsten Generation von Conti-Thermo-Protect für spezielle Temperaturbereiche.

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