Linearantriebssystem Flexibles Transportsystem mit linearem Antrieb
Ein modulares Transportsystem Rockwell Automation auf Basis linearer Servomotoren und magnetischer Mover soll die Flexibilität erhöht und die Maschinenleistung verbessert werden. Damit seien unterschiedliche Bewegungs- und Geschwindigkeitsanforderungen schnell realisierbar.
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Mit dem modularen und skalierbaren Linearantriebssystem I-Trak von Rockwell Automation können mehrere magnetisch betriebene Mover auf einem Schienensystem unabhängig voneinander gesteuert werden. Mit der patentierten, stufenlosen Konfiguration des I-Trak-Systems können Ingenieure und Produktionstechniker flexibel und schnell unterschiedliche Bewegungs- und Geschwindigkeitsanforderungen realisieren. Zum Beispiel können Produktions- und Verarbeitungssysteme sowie Fertigungsstraßen mithilfe von ein paar exakt positionierten Movern vollständig konfiguriert werden.
Das Fördersystem, bestehend aus einem Maschinengestell sowie einem linearen Motorsystem, ermöglicht dazu die unabhängige Steuerung mehrerer magnetisch angetriebener Mover auf Geraden sowie Kurven. Es kann beispielsweise in der Verpackungstechnik, in der medizinischen Industrie (Befüllungsstraßen für IV Beutel), aber auch für Fertigungsstraßen in der Maschinenkonstruktion eingesetzt werden. Die Integration der I-Trak-Technik in die Integrated Architecture von Rockwell Automation (programmierbar mit der Studio 5000 Logix Designer Software) lege den Grundstein für einen neuen Standard dynamischer, linearer Fördersysteme.
Flexibles und frei programmierbares Linearantriebssystem
Im Gegensatz zu starren Systemen, die auf Ketten, Riemen oder Spindelantrieben basieren, bietet I-Trak eine universelle Plattform mit der verschiedene Bewegungsmuster mit unterschiedlichen Spielräumen realisiert werden können. Das System sei sehr flexibel, da die Bewegung jedes Movers unabhängig voneinander programmiert werden kann. Auch sind Änderungen bei Produkten oder Produktionsabläufen kein Problem. Das Linearantriebssystem ist in verschiedenen Produktionsumgebungen branchenübergreifend einsetzbar.
Neben seiner Flexibilität erreicht I-Trak außerdem Geschwindigkeiten von bis zu 7 m/s und arbeitet mit einer Positioniergenauigkeit (Stopps) von 0,05 mm. Beschleunigungen von bis zu 10 g ermöglichen schnelles Starten nach Ruhephasen, was es zu einem sehr dynamischen, linearen Fördersystem macht, das mit energieeffizienten Linearmotoren konstruiert wurde und mit starken Magneten und fortschrittlicher, digitaler Steuerung arbeitet.
Neue Kartoniermaschine mit I-Trak bietet Vorteile für Endkunden
Das italienische Unternehmen Cama Group, das für Verpackungssysteme im Non-Food-Bereich sowie in der Lebensmittelindustrie bekannt ist, hat jüngst eine neue auf I-Trak-basierende Kartoniermaschine vorgestellt. Das System ist vollständig in die Hard- und Software von Rockwell Automation integriert, die Cama zur Automatisierung und Steuerung einsetzt. „Mit ihrem um 10 % geringeren Platzbedarf und der modernen Software-Steuerung wird für die Herstellung der CL 175 weniger Stahl benötigt“, erläutert Riccardo Panepinto, Operations Director der Cama Group. Weitere Vorteile für den Endkunden sind beispielsweise ein optimierter Formatwechsel, geringerer Wartungsaufwand und Energieverbrauch. Der automatische Formatwechsel kommt ohne manuelle Eingriffe aus, was die Maschinenleistung erhöht.
Sowohl horizontale als auch vertikale Führungsschienen können mit Hilfe von I-Trak-Führungsschienen verbunden werden, die in gerader und kurviger (90˚) Schienenform in Standardlängen von 400 mm erhältlich sind. Zudem sind die Führungsschienen mit drei verschiedenen Motorbaugrößen (50, 100 und 150 mm) für verschiedene Kräfte beziehungweise Leistungen verfügbar. Neben den Standardversionen werden die Mover auch in angepassten Versionen für spezielle Anwendungen angeboten. Kunden können, wenn gewünscht, auch ihre eigenen Mover entwerfen.
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