Verbindungstechnik Fließlochformen sorgt für höhere Prozesssicherheit bei Blechverbindungen

Autor / Redakteur: Michael Pult / Dietmar Kuhn

Als Antwort auf die immer komplexer werdenden Anforderungen an Blechverbindungen hat Arnold Umformtechnik, Hersteller von Verbindungstechnik und Entwicklungspartner der Elektro- und Automobilindutrie, die Flowform-Schraube entwickelt.

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Die Flowform-Schraube bietet erhebliche Vorteile im Vergleich mit alternativen Blechfügeverfahren, vor allem im Hinblick auf die Lösbarkeit, Zugänglichkeit, Positionierung, die Möglichkeit der Wiederholverschraubung oder auf eine rückstandsfreie Verarbeitung. Die Schraube bewirkt durch eine Kombination aus Axialkraft und relativ hoher Schrauberdrehzahl eine Erwärmung des Bleches. Nach dem Durchdringen des Materials wird durch die trilobulare Form der Schraube ein metrisches Mutterngewinde geformt, das im Reparaturfall eine metrische Schraube aufnehmen kann.

Zusätzliche Sicherungselemente sind nicht erforderlich

Nach der drehmomentgesteuerten Montage passt sich der geformte Durchzug den Konturen der Schraube optimal an. Durch diesen Verarbeitungsprozess entfällt die Notwendigkeit von zusätzlichen Sicherungselementen sowie der Bedarf an verschiedenen Bauteilvorbereitungsschritten (Bohren, Stanzen). Dabei sind Verarbeitungsvarianten mit und ohne Vorlochung des Klemmbleches möglich. Ausschlaggebend hierfür ist die Stärke des zu klemmenden Bauteils.

Im Vergleich zu bisher verwendeten Standard-Bohrschrauben weist die Flowform-Schraube erheblich höhere Auszugs- und Vorspannkräfte sowie höhere Überdrehmomente auf. Der spezielle, trilobulare Querschnitt des Verbindungselements führt zu einer erheblichen, besseren Leistung gegenüber im Markt befindlichen Systemen mit rundem Querschnitt. Diesen gegenüber erzielt die dreiecksförmige Flowform-Schraube ein deutlich größeres Delta zwischen Furchmoment und Anziehmoment.

Mehr Flexibilität bei Auswahl des Schraubgeräts

Dies führt zu einer erheblich größeren Prozesssicherheit bei der Verschraubung, weil dadurch ein größeres Abschaltfenster für das Schraubgerät möglich ist. Darüber besteht für den Anwender eine höhere Flexibilität bei der Auswahl des Schraubgerätes und eine deutliche Vereinfachung der Überwachung des Montageprozesses.

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