Ruhepause Streit um Stellenabbau bei Ford beruhigt sich etwas

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Weitere Streiks sind bei Ford in Köln zunächst nicht mehr zu erwarten, denn man nähert sich im Gezanke um den Stellenabbau etwas an, heißt es.

Die Proteste gegen Entscheidungen der Ford-Lenker in Köln scheinen sich auszuzahlen. Denn im Stellenstreit gebe es erste Annäherungspunkte. Nun muss vor allem die Mutter in den USA grünes Licht geben ...(Bild:  Ford)
Die Proteste gegen Entscheidungen der Ford-Lenker in Köln scheinen sich auszuzahlen. Denn im Stellenstreit gebe es erste Annäherungspunkte. Nun muss vor allem die Mutter in den USA grünes Licht geben ...
(Bild: Ford)

Aus Protest gegen ein Stellenabbauprogramm hatte die IG Metall am vergangenen Mittwoch einen eintägigen Streik organisiert, der die Arbeit weitgehend zum Erliegen brachte – der erste Streik bei Ford nach rund 100 Jahren des Bestehens. Damit habe aber die Kölner Ford-Belegschaft bewiesen, dass sie fest hinter ihrer Verhandlungskommission stehe. Weitere Streiks sind nun vorerst vom Tisch, meldet die dpa. Denn mit der deutschen Geschäftsführung habe sich die IG Metall auf Eckpunkte für weitere Verhandlungen verständigen können. Dafür brauche es aber von der ein oder anderen Stelle noch Zustimmung aus der Konzernzentrale in den USA. Worum es dabei genau geht, wurde von der Gewerkschaft nicht geäußert.

Jetzt muss der Ford-Mutterkonzern mitspielen

Von den aktuell etwa 11.500 Stellen möchte Ford bis Ende 2027 rund 2.900 abbauen. Die IG Metall fordert aber eine Kurskorrektur und hohe Abfindungen für die Beschäftigten, die freiwillig gehen oder deren Jobs an andere Firmen ausgelagert werden. Die Deutschlandtochter ist für den US-Mutterkonzern nicht zuletzt schon lange ein Sorgenkind. Doch man sprach in einer Mitteilung von deutlichen Fortschritten, die Ford in Deutschland in den Tarifverhandlungen mit seinen Sozialpartnern erzielt habe. Management, Gewerkschaften und Betriebsräte hätten eine erste Rahmenvereinbarung erarbeitet. Im nächsten Schritt werden die Parteien die Zustimmung des globalen Mutterkonzerns Ford Motor Company einholen. Wenn die US-Geschäftsführung bereit sei, den Weg mitzugehen, werde man die Verhandlungen fortsetzen. Wenn nicht, soll der Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöht werden, was sogar die Ausweitung von Streiks bedeuten könne.

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