Es wird ernst! Ford-Urabstimmung entscheidet über Wohl und Wehe der Belegschaft

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bei Ford soll etwa jede vierte Stelle gestrichen werden. Jetzt tritt man in die entscheidende Phase ein, um per Urabstimmung zu entscheiden, ob man den Sparkurs mitgehen will ...

Bis Ende der Woche läuft bei Ford die Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder, um zu entscheiden, ob den geplanten drastischen Sparmaßnahmen zugestimmt werden soll. Wenn ja, entfallen rund 25 Prozent der derzeitigen Jobs.(Bild:  Ford)
Bis Ende der Woche läuft bei Ford die Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder, um zu entscheiden, ob den geplanten drastischen Sparmaßnahmen zugestimmt werden soll. Wenn ja, entfallen rund 25 Prozent der derzeitigen Jobs.
(Bild: Ford)

Nachdem sich Verhandlungsführer von Ford und der IG Metall schon im Juli auf Eckdaten verständigt haben, können die über 10.000 bei Ford tätigen Gewerkschaftsmitglieder nun per Urabstimmung entscheiden, ob sie dem geplanten Sparkurs – und damit den Stellenstreichungen – zustimmen wollen. Bis zum 4. September können die Wahlberechtigten ihre Stimme an den Werkstoren abgeben, oder sie noch bis Freitag per Post schicken, heißt es dazu. Am Freitag wird dann ausgezählt. Die Zustimmung sei demnach nötig, damit die Pläne zum drastischen Jobabbau umgesetzt werden könnten. Der Streit um den Stellenabbau hatte lange gebrodelt und gipfelte im Mai schließlich zum ersten Streik bei Ford Köln, durch den einen Tag lang die Arbeit in den Werken ruhte. Später kam es zu einem Kompromiss, der nun zur Abstimmung steht.

So wird es mit Ford in Deutschland dann weitergehen ...

Wird dem zugestimmt, will Ford Köln bis Ende 2027 von den derzeit circa 11.500 Stellen rund 2.900 abbauen. Wer geht, soll Abfindungen bekommen. Außerdem sei Altersteilzeit möglich. Beruhigend für die Belegschaft sei dabei eine Vereinbarung, dass die Beschäftigten nach einer theoretisch möglichen Insolvenz der Ford-Deutschlandtochter nicht mit leeren Händen dastehen würden, sondern unter einen finanziellen Schutzschirm des US-Mutterkonzerns kämen. Ford steht bekanntlich unter Druck und der Verkauf von zwei neuen Elektroautomodellen aus Köln ist alles andere als eine Erfolgsstory. Das Glück im Unglück: Bisher ist eine Pleite von Ford reine Theorie. Und zuletzt zogen die Verkäufe von Ford-Pkw in Deutschland auch wieder an.

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