Additive Innovationen Fraunhofer-Know-how auf der Formnext 2025

Von Peter Königsreuther 3 min Lesedauer

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Derzeit läuft die 10. Formnext in Frankfurt am Main, die am 21. November endet. Schauen wir uns mal an, was die Experten einiger Fraunhofer-Institute präsentieren.

Bis 21.11. zeigen diverse Fraunhofer-Institute ihre Expertise im Bereich additive Fertigung auf der Formnext. Mit dabei ist etwa das ILT, dass das Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA) und das Rollieren kombiniert hat. Und es gibt noch mehr zu wissen ...(Bild:  Fraunhofer ILT)
Bis 21.11. zeigen diverse Fraunhofer-Institute ihre Expertise im Bereich additive Fertigung auf der Formnext. Mit dabei ist etwa das ILT, dass das Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA) und das Rollieren kombiniert hat. Und es gibt noch mehr zu wissen ...
(Bild: Fraunhofer ILT)

Beginnen wir gleich mal mit der Show seitens des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) aus Aachen, das sich nach eigenen Angaben auf die additive Fertigung von Metallteilen konzentriert. Gleich drei Themen hat man nach Frankfurt mitgebracht:

  • 1. Hoch belastbare Wolfram-Mehrmaterial-Bauteile! Egal, ob für Fusionsreaktoren oder extreme Umgebungen, per Metall-3D-Druck entstehen Bauteile ohne problematische Fügezonen. Im Projekt Durable demonstriert das ILT nun, wie Wolfram- und Kupferlegierungen zu nahezu rissfreien Strukturen verschmolzen werden können, um robustere Bauteile mit längerer Lebensdauer und reduziertem Nachbearbeitungsaufwand zu erhalten;
  • 2. Effiziente Oberflächenprozesse in einem Schritt! Mit dem Verfahren „SCaRB“ können das Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen (EHLA) und das Rollieren zu einem einzigen Prozess kombiniert werden. Daraus entstünden dichte, hochqualitative Oberflächen direkt beim Auftragen – und ganz ohne zusätzlichen Abtrag oder aufwendiges Finishen. Ein Demonstrator veranschaulicht die kombinierte Prozessführung auf der Messe;
  • 3. Smarte und funktionale Strukturen! Das ILT zeigt Bauteile mit integrierten Sensoren, LPBF-Strukturen mit veränderlicher Porosität und Multi-Material-Beschichtungen – etwa mit dem Hochleistungskunststoff PEEI statt mit problematischen PFAS. Damit würden Metallteile zu aktiven Komponenten, die „mitdenken“, messen und steuern.

Darüber hinaus will das ILT auf der Formnext auch darüber informieren, wie ein repräsentatives Spektrum an Anwendungen, die vom Al-Sc-Verteilergehäuse für Brennstoffzellen über optische Träger für Satelliten bis hin zu frei formbaren Strahlprofilen (2-Kilowatt-„LCoS“-Testaufbau) reichen, aussehen kann.

Die Automatisierte additive Fertigung

Die Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien (IAPT) aus Hamburg stellt auf der Formnext 2025 vor, wie die Automatisierung von additiven Fertigungsprozessen aussehen kann. Das geschieht anhand einer AF-Fertigungsroute, auf der kollaborative Roboter mit flexiblen Greifersystemen und eine günstige, KI-basierte (KI = künstliche Intelligenz) Qualitätssicherung mittels Machine Vision zu erleben sind. Die Vorteile lesen sich wie folgt:

  • Minimaler Aufwand für Machine Vision in der Qualitätssicherung;
  • Universelles Greifersystem, das Flexibilität in die Automation von AF-Prozessen bringt;
  • Auch filigrane Strukturen können können automatisch bearbeitet werden;
  • Ebenso automatisiert klappt die Nachbearbeitung als Teil des 3D-Druck-Prozesses von Kunststoffbauteilen.

Und um die industriellen Chancen von Metall-SLS (SLS = Selektives Lasersintern) zu bewerten, hat das IAPT auch eine Vergleichsstudie zwischen Metall-SLS und dem L-PBF-Verfahren (L-PBF = laserbasierte Pulverbettfusion) durchgeführt. Über die technischen Innovationen des Fraunhofer IAPT hinaus stellt sich das Fraunhofer-Leistungszentrum IAMHH vor. Es hat sich zum Ziel gesetzt Forschungsergebnisse im Bereich der Additiven Produktion in die industrielle Wertschöpfung zu überführen.

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