Luftfahrttechnik

Formpressen macht Flugzeugkonstruktionen leichter und kostengünstiger

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Das Endlosband oder das Endlosformprofil verlässt den Pressenbereich im komprimierten Zustand und wird automatisch geschnitten und gestapelt oder auf eine Spule zur leichten Handhabung oder Verladung aufgewickelt. Die vollständig computergestützten Linien verfügen jeweils über eine automatisierte Vorrichtung zur Inline-Qualitätsbewertung. Die Flachpaneellinie von Xperion/CDI arbeitet bereits mit einem System aus vier Lineargebern zur fortlaufenden Messung der Paneelposition und zur Berechnung der Paneeldicke und Laminatkomprimierung beim Verlassen der Presse.

Alle Daten werden aufgezeichnet und können überwacht und analysiert werden, um die Einhaltung der Spezifikation zu gewährleisten. Die Datenaufzeichnung ist ausreichend, um die FAA-Anforderungen zu gewährleisten. Das gleiche Messsystem kann auch auf der Formprofilmaschine installiert werden.

Breites Composite-Spektrum sichert viele Anwendungen

Das CCM-Verfahren wurde erstmals für Carbonfaser-PEEK-Verbundteile angewendet, insbesondere für APC-2-Produkte des US-amerikanischen Zulieferers Cytec Engineered Materials, Tempe/Arizona. Die Verarbeitung klassischer Matrixkunststoffe wie PP, PEI oder PPS folgten. „Wir gingen davon aus, dass, wenn es uns gelänge, Hochtemperaturthermoplaste zu verarbeiten, wir auch die meisten Probleme mit Niedertemperaturthermoplasten würden lösen können“, meint Spelz.

All diese Eingangsmaterialien sind für das CCM-Verfahren gut geeignet. Jedoch vermindern einige Materialien die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Generell seien unidirektionale Faserplatten, zum Beispiel aus C/PEEK und C/PEKK von Cytec sowie aus C/PPS von Tencate, Nijverdal/Niederlande, aber auch Gewebe-Prepregs wie C/PEI von Tencate einfach verarbeitbar, behauptet Spelz. Allerdings weist er darauf hin, dass folien- und pulverbeschichtete Materialien nach Erreichen der Fließtemperatur bei der Verfestigung länger zum Imprägnieren der Fasern brauchen und die Maschinengeschwindigkeit daher langsamer sein muss als bei gut imprägnierten Materialien.

Neues Werkzeugsystem basiert auf Schnellwechselmodulen

Die Werkzeugbestückung hat von dem umfassenden Projekt zur Verbesserung des Verfahrens profitiert. „Viele Lieferanten, die mit thermoplastischen Verbundwerkstoffen arbeiten, kommen aus den Bereichen Spritzgießen oder Tiefziehen von Fahrzeugteilen, wo die Werkzeugbestückung ziemlich komplex und teuer ist“, merkt Spelz an. „Bei Xperion haben wir ein neues Werkzeugsystem entwickelt, das auf Schnellwechselmodulen beruht.“

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