Andron/Heraeus Kutzler Fräsen von Zahnersatz erfordert flotte Steuerung

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Der Dentalhersteller Heraeus produziert in Deutschland jährlich 12 bis 16 Mio. Zähne für die Zahnprothetik. Damit die „Dritten“ den Originalen in Funktion und Ästhetik so nahe wie möglich kommen, werden an die Herstellung von Zahnformen für Vollprothesen oder Teilprothesen höchste technische Anforderungen gestellt. Teilweise müssen dabei im Schnitt bis zu 2 GB Daten pro Form verarbeitet werden.

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„Die wenigsten Steuerungen packen eine Datenübertragung in dieser Dimension“, so Andreas Würtz, Verfahrenstechniker CAD/CAM bei der Heraeus Kulzer GmbH in Wasserburg. Das Unternehmen setzt deshalb die CNC Andronic 2060 ein, die sich durch eine sehr schnelle Informationsumsetzung auszeichnet. Gerade die schnelle Datenverarbeitung ist beim Fräsen für die Verfahrgeschwindigkeit und somit auch für die Lebensdauer der Werkzeuge sowie die Qualität des Endproduktes ausschlaggebend.

Zusammenarbeit von Maschine und CNC muss beim Fräsen stimmig sein

Das Fräsen von Zahnformen aus gehärtetem Stahl kann je nach Design mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Fertigungskosten der Zahnform ergeben sich entsprechend zum größten Teil aus den Werkzeugkosten und den Belegungszeiten der Fräsmaschine. Deshalb ist die Auswahl des geeigneten NC-Programmiersystems und der CNC-Fräsmaschine wichtig.

„Die Datenverarbeitung bei der Programmierung und während des Fräsens sollte ohne Probleme verlaufen. Die „Zusammenarbeit“ von Fräsmaschine und CNC muss stimmen“, sagt Verfahrenstechniker Würtz.

CNC bietet Kurze Zykluszeit der Datenverarbeitung beim Fräsen

Statt eine Standard-CNC mit Blockzykluszeiten von bis zu 3 ms setzt Heraeus eine Steuerung mit NC-Satz-Abarbeitung von 100 µs ein. „Dadurch können die großen Datenmengen durch die CNC verarbeitet werden, und es kommt nicht zu Geschwindigkeitseinbrüchen der Maschine, weil keine Daten nachgeliefert werden“, erklärt Karl Heinz Rochlitzer, Geschäftsführer der Andron GmbH in Wasserburg.

Diese kurze Zykluszeit der Datenverarbeitung sorge für eine optimale Verfahrgeschwindigkeit. Zudem ist durch das harte Material der Verschleiß des Werkzeuges groß.

Eine gleich bleibende Schnittgeschwindigkeit bedeutet für das eingesetzte Werkzeug eine höhere Standzeit und somit längere Lebensdauer. Auch für die Bearbeitungsergebnisse in punkto Oberflächenbeschaffenheit ist die Einhaltung derselben Geschwindigkeit des Fräsers wichtig.

Oberfläche der Zähne muss glatt sein

„Um die Zähne natürlich wirken zu lassen, muss eine Lichtspiegelung am Zahn gegeben sein. Die Zahnform ist deshalb so gefertigt, dass die Oberfläche der Zähne glatt ist, aber nicht spiegelglatt. Denn schließlich hat jeder Zahn eine etwas unregelmäßige Oberfläche“, erklärt Hans Jürgen Bessler, Formenbauer bei Heraeus Kulzer.

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