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Doch diese Fälle dürften künftig weniger werden. Denn Walter hat mit der Cone-Fit-Schnittstelle eine Lösung auf den Markt gebracht, die Schaftwerkzeugen erstaunlich nahe kommt. Ziel war es, ein modulares Werkzeugsystem zu entwickeln, das in Sachen Stabilität neue Maßstäbe setzt und dennoch Kostenvorteile bietet. Die Kosten für modulare Fräsköpfe betragen im Schnitt nur etwa ein Drittel der Kosten für herkömmliche Vollhartmetall-Schaftfräser.
Wechselkopf-Vollhartmetall-Werkzeuge sind kostengünstig
Selbst wenn man davon ausgeht, dass Vollhartmetall-Schaftfräser einer Wiederaufbereitung unterzogen werden, kommt die modulare Lösung zumeist günstiger weg. Die Kosten für das Entschichten, Nachschleifen und Wiederbeschichten durch einen externen Nachschleifservice betragen gut und gerne ein Drittel bis die Hälfte der Anschaffungskosten der Neuwerkzeuge. In vielen Fällen liegen diese Kosten über denen für die einzelnen Wechselfräsköpfe.
Wie der Name bereits andeutet, verbirgt sich hinter Cone Fit eine kegelförmige Aufnahme. Genauer gesagt ein Präzisionskonus mit selbstzentrierendem Spezialgewinde (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Dieses Gewinde ist eine Mischung aus Trapez- und Sägegewinde. Die Patentanmeldung läuft derzeit noch.
Der Konus garantiert höchste Wechselgenauigkeit und einen präzisen Rundlauf, eine Plananlage sorgt für die bestmögliche Steifigkeit der Verbindung. Auf diese Weise entsteht ein großflächiger Kegel-Plan-Kontakt zwischen Fräskopf und Schaft, Bedingung für die Übertragung maximaler Drehmomente. Die Cone-Fit-Schnittstelle ist derzeit die stabilste Verbindung ihrer Art.
Geometrien von anderen Vollhartmetall-Fräsern abgeleitet
Hinter den Fräsköpfen selbst verbergen sich alte Bekannte. Die Geometrien wurden von anderen Vollhartmetall-Fräserfamilien des Walter-Prototyp-Programms abgeleitet. Im Moment stehen etwa 75% der bekannten Vollhartmetall-Familien (Qmax HR, HNR, Harte Jungs, AL45, Flash, N50, zahlreiche Formfräser) sowohl in Schaft- wie auch in Cone-Fit-Version zur Verfügung.
Das Sortiment soll sukzessive ausgebaut werden. Die Wechselköpfe stehen zunächst in vier Durchmessergrößen zur Auswahl: 10, 12, 16 und 20 mm (Bild 2). Eine Erweiterung des Programms nach oben ist in Planung.
Die Cone-Fit-Schnittstelle verfügt über alle Merkmale, die für den Werkzeug- und Formenbau vorteilhaft sind: So können beispielsweise Baumaßlängen individuell mit den unterschiedlichen Schaftvarianten zusammengestellt, Stahlschäfte sehr einfach modifiziert und somit die unterschiedlichsten Werkstückformen flexibel bearbeitet werden. Bei sehr langen Auskragungen bieten die Hartmetall-Schäfte zusätzliche Steifigkeit.
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