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Die Vollhartmetall-Köpfe können in der Maschine mit Gabel- oder Drehmomentschlüssel gewechselt werden. Die genaue Längentoleranz erspart ein zusätzliches Messen des Werkzeugs bei Schrupp- und Vorschlichtarbeiten. Ein Tauschen der Fräserköpfe ist schnell und einfach möglich. Außerdem stehen pro Werkzeugdurchmesser verschiedene Eckenradien zur Verfügung.
Wechselkopf-Fräser bringen gleiche Leistung wie Schaftfräser
Dass die Zielsetzung, ein Hochleistungs-Wechselkopfsystem auf den Markt zu bringen, als erreicht bezeichnet werden darf, belegen die ersten Praxistests. Beim Absatzfräsen von Warmarbeitsstahl X40CrMoV5 (1200 N/mm2) mit einem Flash-Fräskopf mit 12 mm Durchmesser stand die Cone-Fit-Variante der Schaftversion bezüglich Leistung in nichts nach, ähnlich bei einem Test mit Radiusfräsern. Bei der Bearbeitung von Vergütungsstahl 42CrMo4 mit 1000 N/mm2 schafften beide Werkzeugversionen mit identischen Schnittwerten dieselbe Fräslänge.
Die Werkzeughalter beziehungsweise Wechselschäfte werden aus Stahl gefertigt. Derzeit bietet Walter vier Standardlängen zwischen 60 und 180 mm, abhängig vom Fräskopfdurchmesser.
Die Schäfte bringen nicht nur in der Standardausführung ein hohes Maß an Flexibilität mit sich. Der Anwender kann überdies die Stahlschäfte selbst anpassen, das heißt die Länge nach seinen Wünschen abtrennen. Bei anderen Herstellern ist dies nicht möglich.
Walter kündigt Wechselschäfte aus Vollhartmetall an
Walter wird Wechselschäfte künftig außer aus Stahl auch aus Vollhartmetall anbieten. Die Stabilität lässt sich dadurch weiter steigern. Die Cone-Fit-Fräser sind bereits in die Werkzeugauswahl- und Schnittdatensoftware CCS von Walter Prototyp integriert worden.
Am Institut für Produktionstechnik (IfP) der Westsächsischen Hochschule Zwickau wurden bei der Bearbeitung von Dampf- und Gasturbinenschaufeln aktuelle Vollhartmetall-Schaftfräser mit den neuen Cone-Fit-Fräsern verglichen, die erstaunlich gut abschnitten. Vergleicht man die Standwege, so liegen die Cone-Fit-Fräser gegenüber Vollhartmetall-Fräsern teilweise klar vorne.
Die Bearbeitung im Detail: Als Testwerkstück diente eine Muster-Turbinenschaufel aus dem Werkstoff X22CrMoV12.1 (Bild 3). Gefräst wurde auf einem Fünf-Achs-Schaufelzentrum Typ HSTM B500/5 von Hamuel unter Praxisbedingungen (Bild 4). Verglichen wurden Cone-Fit-Fräser von Walter Prototyp mit D = 10 mm und z = 4 mit Vollhartmetall-Schaftfräsern D = 10 mm und z = 3 und 5. Bei identischen Schnittdaten (vc= 400 m/min, fz= 0,08 mm, ap= 0,03 mm, ae= 1,5mm, Auskraglänge 130 mm) schafften die Cone-Fit-Werkzeuge fast den doppelten Standweg/Vorschubweg (Bild 5).
Josef Gießler ist Entwicklungsleiter Round Tools der Walter Deutschland GmbH in 60489 Frankfurt; Helmut Gschrey ist Produktmanager der Walter AG in 72072 Tübingen.
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